Dienstag, 8. August 2017

Menschenskinder

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Warum eigentlich werden Kinder (und auch Erwachsene) fast immer und sofort in zwei Kategorien eingeteilt - in Mädchen und Buben? Und zwar von Anfang an, oft sogar noch, bevor sie geboren wurden. Da gibt es (zumindest in Standard-Geschäften) Kinderwägen und Autositze, Schnuller, Fläschchen, Bettwäsche, Sabberlätzchen und natürlich Babykleidung, die entweder farblich (rosa oder blau) oder durch bestimmte Motive (Blümchen versus Autos etc.) eindeutig dem einen oder dem anderen Geschlecht zugeordnet sind. So geht es weiter: Spielzeug (spezielle Mädchenbausteine in rosa!), Kinderbücher, Lebensmittelverpackungen, Süßigkeiten, Kosmetikartikel wie Duschgel oder Badeschaum... das alles gibt es zumindest teilweise in zweifacher Ausführung, für Buben dies, für Mädchen das. Piraten hier, Prinzessinen dort. Auch vermeintlich völlig neutrale Gegenstände wie Zahnbürsten, Socken, Bleistifte, Essbesteck, ... gibt es in rosa-glitzer-Feen-Ballerina- oder in Star Wars-Dinosaurier-blau-grau-schwarz-Ausführung.

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Ganz stark zeigt sich diese Schubladisierung natürlich auch bei Kinderkleidung. Ja, klar, auch bei uns trägt unsere Tochter manchmal Kleider und Röcke, und unser Sohn nicht. (Wenn er es wollte, dürfte er aber.) Ja, auch bei uns gibt es bei manchen Kleidungsstücken geschlechtsspezifische Unterschiede, was Farben und Motive angeht. Ich finde es gar nicht schlimm, wenn hin und wieder etwas "typisch Mädchen" oder "typisch Bub" ist.
Es GIBT ja auch Unterschiede zwischen den Geschlechtern - und zwischen einzelnen Menschen und deren Vorlieben sowieso - die darf und soll es ja auch geben!
Was ich aber nicht verstehen kann, ist, warum es so oft eine so eindeutige Trennung gibt, in Lebensbereichen, in denen das Geschlecht eigentlich keine Rolle spielen sollte. Werden Kinder dadurch nicht auch in bestimmte Verhaltensweisen und Rollen gedrängt?

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Umso mehr freue ich mich über die Linkparty "Menschenskinder", die seit einigen Wochen bei Grüner Nähen - Bunter Leben stattfindet. Hier geht es darum, geschlechtsneutrale Kinderkleidung zu sammeln.
Eine tolle Idee, finde ich! Gerade beim Selbernähen hat man ja die Möglichkeit, aus dem Einheitsbrei auszubrechen...

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Ich weiß, dieses Thema ist unerschöpflich, und ich kann und mag es gar nicht in aller Ausführlichkeit hier behandeln. Aber ab und zu darüber nachzudenken schadet sicher nicht...

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verlinkt bei: Menschenskinder

Schnitte: Kinderhose MIX & MORITZ
              Jerseykleid LISA als T-Shirt

Stoffe: Stoffbüro-Bio-Sweat in Marine und Meerblau,
           Jersey "Watercolor-Stripes", aus dem Stoffbüro, aber wohl ausverkauft            Möwenjersey "Seagulls Marine", über Biostoffe.at

die zu erahnenden Sweatjacken gibt es hier und hier genauer zu sehen

Donnerstag, 3. August 2017

Hot Summer....

Ja, es ist (inzwischen wieder) heiß. 
Bei uns zumindest.
So heiß, dass ich Euch von meinem #hotsummerfreebie lieber nur Wohnungsfotos zeige. 

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Eigentlich handelt es sich bei dem Schnitt ja um ein - sehr schönes! - Kleid, das Monika von schneidernmeistern während des Augusts als Gratisdownload zur Verfügung stellt. Also, nichts wie rüber!

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Weil ich momentan aber wenig Bedarf an Kleidern habe, hab ich den Schnitt einfach gekürzt und eine Bluse genäht. Funktioniert auch ganz wunderbar!

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Den Stoff hatte ich in Wien beim Stoffsalon gekauft - es ist ein ganz leichter Baumwollstoff, handbedruckt, und einfach etwas ganz Besonderes.

Genießt den Sommer!

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verlinkt bei: RUMS

Stoff: vom Stoffsalon, im Onlineshop nur in anderen Farben und Mustern erhältlich