Mittwoch, 28. Mai 2014

Vergissmeinnicht

Erstmal vielen lieben Dank für Eure vielen netten Kommentare zu meinem blauen Kleid, ich freu mich sehr! In der Tat freu ich mich auch über jeden einzelnen anderen Kommentar, über Eure Rückmeldungen, Anregungen und lieben Worte! Da muss ich mir bald mal ein Dankeschön überlegen... :-)

vergissmeinnichtkleid1

Heute möchte ich Euch ein Kleid zeigen, das ich meiner Tochter genäht habe, und zwar schon im Winter, als ich gerade am LISA-Schnitt gearbeitet hatte. Damals hab ich das Kleid zum Drunterziehen genäht, ganz einfarbig rot, und auch noch mit langen Ärmeln. Das Kleid hat außerdem ein angesetztes, eingekräuseltes Rockteil - wie das mit der Schnittabwandlung funktioniert, könnt ihr hier nachlesen.

vergissmeinnichtkleid2

So "ohne was drauf" hat das Kleid meiner Tochter aber nicht so gut gefallen, und sie hat es nur selten und nicht so gerne getragen. Weil es mir aber Leid getan hätte um den schönen Bio-Jersey (von Lillestoff) und ich außerdem das Kleid sehr nett finde, hab ich es am Wochenende endlich "gepimpt": Für die Ärmel hab ich die kurze Variante gewählt, so kommt es jetzt einfach öfter zum Einsatz. Außerdem durfte sich meine Tochter eine Applikation auswählen - sie hat sich für ein Vergissmeinnicht entschieden, weil das ihre (und meine) Lieblingsblumen sind.
Wie man sieht, hat das Kleid auch schon seine Spielplatz- und Klettertauglichkeit bewiesen und wird bestimmt ein Lieblingsstück in diesem Sommer!

Montag, 26. Mai 2014

Japan-Sew-Along, Teil3

Schon wieder ist eine Woche vergangen, und es geht weiter beim Japan-Sew-Along auf dem Tanoshii-Blog. Catrin organisiert die tolle Aktion - Danke dafür!

Thema heute:
Die Schnitte sind fertig – Anpassungen bereits geplant? Sind die Stoffe schon da, habt Ihr Euch schon festgelegt? Ist ein Probeteil nötig, oder seid Ihr mutig und schneidet direkt an?

Also, da meine Liste ja ein bisschen länger ist, werde ich die Fragen jetzt nicht für jedes einzelne geplante Kleidungsstück beantworten, aber, so viel sei verraten, ich bin schon mitten im Werkeln.
So ist auch ein Kleid bereits fertig geworden - es ist das Modell C aus "Kleider, Tops und Hosen" von Yoshiko Tsukiori.

modellC1

Ein Probekleid hab ich in dem Fall nicht genäht - allerdings neige ich doch bei einigen meiner Wunschmodelle dazu. Das werde ich von Fall zu Fall entscheiden, es hängt einerseits davon ab, wie schade es um den Stoff wäre ;-), andererseits vom Modell selbst, also davon, wie sehr ich die Passform von vornherein abschätzen kann bzw. ob ich ein ähnliches Modell, mit dem ich vergleichen kann, schon einmal genäht habe.

Aber zurück zu meinem Kleid, dem "Modell C". Genäht hab ich es aus schön weichem, recht gut fallendem dunkelblauem Leinen; womöglich ist es auch eine Leinenmischung, keine Ahnung, der Stoff liegt schon länger bei mir. (Ich habe daraus auch schon einen Rock genäht und es hat sich herausgestellt, dass der Stoff nach mehrmaligem Waschen immer weicher wird und einen leichten "Used Look" annimmt, was mir gut gefällt.)

Ein paar Änderungen habe ich am Schnitt vorgenommen, hauptsächlich habe ich - schon von der kleinsten Größe ausgehend - Weite weggenommen.
Ich versuche jetzt mal, zu erklären, was ich gemacht habe - dabei kann ich aber nicht garantieren, dass meine Methode immer funktioniert, es ist eben nur meine Herangehensweise...

Ich habe mir schon letztes Jahr mit meinen eigenen Maßen einen Grundschnitt für ein Webware-Oberteil (körpernah, aber nicht hauteng) gebastelt - geholfen hat mir dabei dieses Buch. (Man könnte natürlich auch irgendeinen nicht selbstgemachten, gut passenden Schnitt verwenden.)
Diesen Grundschnitt lege ich vor dem Zuschneiden auf die vorerst ohne Änderungen abgepausten Schnittteile; so kann ich gleich sehen, ob es irgendwo markante Unterschiede gibt.
Meine "Problemzonen" sind dabei meist die Schulterbreite und die Brustweite.
In diesem Fall, bei den angeschnittenen Ärmeln gibt es bei der Schulterbreite kein Problem, aber meistens muss ich die Schulternähte etwas verschmälern, weil sonst der Ärmelansatz (auch bei Modellen, wo das nicht so sein soll) irgendwo auf der oberen Hälfte des Oberarms landet.
Da ich nur wenig Oberweite habe, ist die Brustweite meist zu groß. Das Problem dabei ist, dass der Ausschnitt dann oft absteht und "Luftblasen" wirft. Um das zu vermeiden, muss ich darauf achten, dass der Abstand zwischen den Schultern - die Ausschnittweite eben, v.a. vorne, aber auch hinten - nicht zu groß ist.

schnitt
  Es gibt leider kein besseres als dieses zu spätnächtlicher Stunde aufgenommene Foto, aber die roten Linien sollen markieren, wo ich etwas weggenommen habe...

Am Foto oben sieht man, dass das Vorderteil (mit geschlossenen (!) Falten - ich habe das Schnitt-Papier einfach entsprechend der Markierungen gefaltet, damit ich die tatsächliche Weite des Ausschnitts beim fertig genähten Kleid beurteilen kann) etwas breiter als mein Grundschnitt ist. Diese zusätzliche Weite (ca, 1,5 cm) habe ich entfernt - normalerweise geht das am leichtesten, indem man einfach die vordere Mitte versetzt, aber in diesem Fall hätte ich dann schon die Falten zerstört. Also hab ich die 1,5 cm hinter den Falten aber vor (!) Schulterbeginn weggenommen - die Skizze sollte es verdeutlichen (hoffe ich). Dadurch musste ich auch die Rundung des Ausschnitts ein bisschen anpassen.
Bei meinem fertigen Kleid liegt der Ausschnitt jetzt aber schön an und steht nicht ab.

Außerdem habe ich beim Vorderteil die Tiefe der Falten reduziert, und zwar um die Hälfte. So hat das Kleid insgesamt weniger Weite, die Falten bleiben als hübsches Detail aber trotzdem erhalten.

Das Rückenteil war, wie man am Foto erkennt, auch weiter als mein Grundschnitt. Bei der Seitennaht hab ich das so gelassen, es macht ja nichts, wenn das Kleid etwas weiter wird. Bei der Hinteren Mitte hab ich aber 2,5 cm entfernt - ansonsten wäre der Ausschnitt am Rücken nicht angelegen.

Die Ärmel habe ich am fast fertigen Kleid dann noch von der Schulter bis zum Armausschnitt schräg verlaufend ca. 2cm gekürzt, sonst wären sie etwas komisch abgestanden (siehe Skizze).

Die Gesamtlänge des Kleid hab ich wie im Original zugeschnitten - passt mir bei einer Größe von 1,64m sehr gut - und auch bei den Taschen hab ich nichts verändert. 

modellC2
   
Hier seht ihr die Passform des Kleides nach den Änderungen. Von vorne gefällt es mir gut, von hinten auch, aber von der Seite.... hm... sagen wir mal so: Sollte ich je wieder ein Umstandskleid brauchen, ich hätte dann schon eines.... ;-)
Vielleicht liegt es auch an meiner Haltung (Hohlkreuz - kommt vom Kinderschleppen), dass das Kleid so irgendwie unvorteilhaft aussieht, oder aber es ist reine Gewohnheitssache - wie auch immer, ganz zufrieden war ich nicht.

Glücklicherweise hatte ich noch genügend Stoff übrig, um mir einen Gürtel zu nähen.

ModellC5

Ich habe mal probiert, den Gürtel unterhalb der Brust zu binden - sieht von vorne schön aus (Fast ein bisschen elegant, oder? - Es rutscht aber ziemlich leicht.), auch von hinten finde ich es ok, aber von der Seite.... immer noch vierter oder fünfter Monat....

Aber, wenn ich den Gürtel etwas weiter unten binde, auf Taillenhöhe...

modellC4

... gefällt mir das Ganze viel viel besser!


Auf die Art hab ich das Kleid schon getragen, und so fühle ich mich wirklich wohl darin! ich glaube, das wird ein Lieblings-Sommerkleid!
Natürlich verrutscht der Gürtel bei Bewegungen, außerdem macht das Kleid hier eine Falte und dort, das Leinen knittert sowieso, aber das stört mich nicht, es soll ja ein "Freizeit"-Kleid sein.


modellC3

Unter das Kleid passen, finde ich, sehr gut Leggins. Eigentlich wähle ich da gerne Exemplare in Grau oder einem anderen neutralen Farbton, es hat mich aber gereizt, es mal mit etwas "Bunterem" zu versuchen. Also hab ich Ringel-Leggins (der Stoff ist wunderschön dunkelrot mit erbsengrünen Streifen - es handelt sich um diesen hier) genäht. (Der Leggins-Schnitt ist aus eine Kinder-Ottobre, Gr. 158.) Und nun - weiß ich nicht so recht... irgendwie fühlt es sich ein bisschen nach "Clownhose" an, irgendwie gefällt es mir auch gut! ... Was meint ihr?

So, jetzt mach ich aber mal Schluss und freue mich, die Beiträge der anderen Teilnehmerinnen (heute Abend) zu lesen!

P.S.: Weil einige das letzte Mal mehr zu den Änderungen an meiner Bluse wissen wollten: Da der Post heute schon so lang geworden ist, erkläre ich das ein anderes Mal; im Grunde bin ich aber ähnlich wie beim Kleid von heute vorgegangen...

Montag, 19. Mai 2014

Japan-Sew-Along, Teil 2

Thema heute beim von Catrin organisierten Japan-Sew-Along auf dem Tanoshii-Blog:

Die Schnitte/Bücher sind da: Welche Modelle möchtet Ihr nähen? Eines oder mehrere? Habt Ihr schon schon Stoffe parat oder Ideen dazu?

Tja, das ist nicht so leicht, gefallen mir doch wirklich viele Modelle. Da ich mir seit dem letzten Mal auch noch zwei weitere Bücher bestellen "musste", ist die Qual der Wahl umso größer... ;-)
Da es ja doch irgendwann in nächster Zeit hoffentlich auch wärmer werden wird, möchte ich mich vorerst mal eher auf die sommerlicheren Modelle (kurze Ärmel, ärmellos...) stürzen.
  • Unbedingt möchte ich die kurzärmelige Wickeltunika nähen, die auch auf dem Cover von "Nähen im japanischen Stil" zu sehen ist. Stoff ist bestellt, es soll dieser werden, ich hoffe, er entspricht meinen Erwartungen; der Schnitt ist schon mal abgepaust.
  • Aus demselben Buch gefällt mir auch der Wickelrock wahnsinnig gut, den will ich unbedingt nähen, ich bin mir aber noch nicht sicher, welchen Stoff ich verwenden soll. Ich habe noch (etwas dickeres) flaschengrünes Leinen in meinen Vorräten, wenn die Menge ausreicht, wird das Modell wohl damit getestet.
  • Aus "Kleider, Tops und Hosen" habe ich Modell C bereits in Arbeit. Ich merke schon jetzt, das Kleid wird ein absoluter Liebling! Sobald es ganz fertig ist und ich Zeit gefunden habe, Fotos zu machen, werd ich Euch mehr darüber berichten.
  • Aus "Kleider und Tops zum Kombinieren" habe ich bereits kurz vor Beginn des Sew-Alongs das Modell Q genäht. Allerdings ist bei mir aus dem "Kleid mit Samtbesatz" eine "Bluse mit Spitzenbesatz" geworden: 


tunikagraumitspitze

Dass ich das Kleid auf Tunika-/Blusenlänge kürzen würde, hatte ich von Anfang an beschlossen. Ich wollte die Tunika aus diesem wunderhübschen Stoff nähen (kombiniert mit diesem), hatte auch schon angefangen, als ich gemerkt hatte: Viel zu groß! Zum Glück ist "zu groß" weniger schlimm als "zu klein", aber ich wollte kein Risiko eingehen und hab die angefangene Tunika erst mal zur Seite gelegt, um aus (tragbarem) Probestoff ein neues Modell mit den entsprechenden Änderungen zu nähen. 
Und wisst ihr was? Dieses "Probemodell" hab ich jetzt schon oft getragen und mag es wirklich sehr! Mit der Passform bin ich jetzt sehr zufrieden, die Bluse sitzt bequem, ist aber nicht zu weit. (Mehr zu den Änderungen mal bei einem der nächsten Treffen).

tunikagrauspitze2

Also, es spricht nichts dagegen, dass ich in den nächsten Wochen die Bluse auch noch aus dem roten Wolkenstoff nähe! (Bin gespannt wie anders sie dann wirkt... und welche Variante mir besser gefällt.)

  • Außerdem gefallen mir aus  "Kleider im japanischen Stil"  Modell 15 bzw. 16 und Modell 12 sehr gut; da warte ich aber noch, bis mir die Stoffe dafür über den Weg laufen. Das Wickelkleid (Modell 14) interessiert mich auch, oder aber das Kleid Nr. 17. Leider finde ich das Foto im Buch nicht so aussagekräftig, weil das Modell irgendwie so verschränkt dasitzt, dass ich das Kleid nicht richtig erkennen kann... 

Insgesamt ist meine Liste (die ich aber als Wunschliste verstehe, nicht als ein "Muss") also recht lang - v.a. wenn man bedenkt, dass ich normalerweise dazu neige, solche Listen spontan zu verlängern oder ganz umzukrempeln... Wahrscheinlich habe ich schon viele neue Ideen, wenn ich mir heute Abend die Pläne der anderen Sew-Along-Teilnehmerinnen durchgelesen habe :-)
Ich freu mich jedenfalls über so viel Inspiration und bin schon sehr gespannt auf den Erfahrungsaustausch!

Sonntag, 18. Mai 2014

Ein Kuss aus der Küche

*Werbung*:

In der letzten Zeit sind meine Blogposts zum Thema Kochen und Backen seltener geworden. Das hat allerdings nur zeitliche Gründe und bedeutet überhaupt nicht, dass ich beides nicht immer noch sehr gerne mache, im Gegenteil! Auch den restlichen Familienmitgliedern macht das (gemeinsame) Kochen und Backen - und Essen!  - viel Spaß. 

bisquitkekse
Biskuitkekse mit Marmelade - bei mir sind sie eckig und nicht rund, aber sehr lecker
 
Dass der "Selbermach-Wahn", den man mir gelegentlich nachsagt ;-), sich natürlich auch aufs Kochen und Backen ausdehnt, ist dabei nicht besonders verwunderlich (Ich möchte nur mal unauffällig anmerken, dass ich wirklich gute, hauchdünne Tortillas backen kann...). Deshalb hat mich auch das Buch "Ein Kuss aus der Küche" neugierig gemacht - es verspricht nämlich jede Menge Rezepte für viele der Leckereien, die wir alle aus dem Supermarkt kennen und die auch oft gut schmecken, die aber, wenn man die Liste der Inhaltsstoffe studiert, vielleicht einen etwas fragwürdigen Genuss darstellen...
So finden sich in dem Buch beispielsweise viele Rezepte für Süßigkeiten, deren Pendant aus dem Supermarktregal ihr bestimmt leicht wieder erkennt: "Pinguin-Biskuit-Schnitten", "Köstliche Kokosriegel", "Gefüllte Doppelkekse" oder "Schoko-Orangen-Biskuitkekse". 
Pikantes gibt es aber auch, vom "Hot-Dog-Brötchen" über "Fischstäbchen", von "salzigen Crackern" zu "Laugensticks".
Weiters enthält das Buch, das mir der der Verlag Edition Michael Fischer freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat,  viele Rezepte für Desserts - auch für selbstgemachtes Eis oder Joghurt - Getränke, Snacks und Knabbereien. Ein paar nicht allzu überraschende Rezepte für selbstgemachte Klassiker wie Erdbeermarmelade, Pizza, Eistee, Limonade oder Popcorn sind auch dabei. Ganz Eifrige können Ketchup oder Senf, Backpulver oder Trinkschokolademischungen selber machen.

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selbstgemachte Burger - für mich mit Gemüselaibchen

Die Fotos und die Gestaltung des Buches finde ich sehr ansprechend, die Zubereitung der Gerichte ist gut beschrieben, und bis jetzt hat alles, das wir ausprobiert haben, sehr gut geschmeckt, nämlich: "Hamburgerbrötchen", "Hot-Dog-Brötchen", "Flammkuchen", "Englisches Toastbrot", "Country Potatoes" (schon drei Mal!), "Cordon Bleu" (das hat der Herzliebste gekocht und auch gegessen ;-)), "Kokoskekse mit Schokoladenseite", "Schoko-Stäbchen" und "Schoko-Orangen-Biskuitkekse".

Schade finde ich nur, dass es hin und wieder ein Rezept gibt, dass doch irgendwie aus dem Rahmen fällt - denn warum in einem Buch, indem es darum geht, möglichst viel selber zu machen und eben keine Fertigprodukte zu verwenden, auf der Zutatenliste eine Packung fertige "Kartoffelflocken" zu finden ist, verstehe ich nicht ganz. Möglich, dass das Rezept, wie angemerkt ist, mit selbstgemachtem Kartoffelpüree nicht so gut gelingt, weil es zerfällt, aber dann sollte man das Rezept vielleicht gar nicht erst in die Sammlung aufnehmen....

schokokokoskekse
 Schoko-Kokoskekse: Vor und nach dem Kontakt mit meinem Sohn...

Trotzdem, auf meiner "Will-ich Ausprobieren-Liste" stehen noch einige Rezepte aus "Ein Kuss aus der Küche". Vieles, was man da backen oder kochen kann, eignet sich bestimmt auch gut als kleines Geschenk oder besonderes Mitbringsel. 

Insgesamt kann ich das Buch also durchaus empfehlen.

Natürlich ist es meist ziemlich aufwändig, all diese Sachen selbst zu machen, und ich verstehe gut, wenn dazu oft die Zeit fehlt. Außerdem geht die Welt auch nicht unter, wenn man zwischendurch mal eine Tiefkühlpizza serviert, aber, ganz ehrlich, ich finde die selbstgemachten Varianten sehr lecker. Und mir jedenfalls macht es auch sehr viel Spaß, viele Rezepte auszuprobieren und das Kochen und Backen bewusst etwas Besonderes sein zu lassen, dem ich meine Zeit gerne widme.
Wie ist das bei Euch?

Freitag, 16. Mai 2014

T-Shirtwoche: Für den kleinen Herrn

Heute geht die T-Shirt-Woche bei Fräulein Rohmilch ins Finale, da möchte ich Euch noch zwei Leiberln zeigen, die ich für meinen Sohn genäht habe.

Aus dem Wal-Stoff hab ich seiner großen Schwester ein LISA-Kleid genäht (hab ich glaub ich noch gar nicht gezeigt), und es war noch genügend Stoff übrig für ein Kurzarmshirt in Größe 92. Da ich die Wale sowohl für Buben als auch für Mädchen sehr nett finde, war klar, dass es für meinen Sohn noch ein T-Shirt im Geschwister-Partner-Look geben soll.

t-shirtwale  
Schnitt: von mir
Stoffe: "Inuit-Whale" und "Uni-Jersey Petrol" von Lillestoff, beides über 

Außerdem hab ich noch ein schlichtes Raglan-Shirt genäht nach einem Schnitt aus einer Ottobre vom letzten Jahr. Glücklicherweise hatte ich zuerst ein (noch nicht vollendetes) Probeshirt aus einem alten T-Shirt von mir genäht. Das heißt, "Probeshirt" ist vielleicht zuviel gesagt, es war durchaus als "richtiges" Shirt gedacht, aber da der Stoff schon recht alt war, ist es nun nicht so tragisch, dass es nicht richtig passt. Der Halsausschnitt war nämlich für meinen Kleinen viel zu weit (Stichwort "schulterfrei"), beim zweiten T-Shirt hab ich am Halsausschnitt also überall 1,5 cm dazugegeben, jetzt passt es gut; die Ärmel hab ich dann noch um 2 cm gekürzt, weil es mir einfach besser gefallen hat.

streifenshirt  
Schnitt: "Brave Firemen" aus der Ottobre 3/13
Stoffe: Lillestoff-Ringeljersey blau/weiß über Tommy & Lilly


Die T-Shirt-Woche fand ich übrigens sehr inspirierend - vielleicht sollte es auch mal eine für Erwachsenenshirts geben :-) ...

Donnerstag, 15. Mai 2014

RUMS: Schon ganz sommerlich....

           blumentop1

Nein, nein, bei uns ist es noch nicht so heiß, als dass ich mich so schon nach draußen wagen könnte, aber für ein paar Fotos in der Wohnung hab ich mich für die heutige RUMS-Versammlung mal kurz in meine neue ärmellose Bluse geschmissen.

blumentop2

Den Schnitt habe ich wieder mal selbst gemacht, das hat auch ganz gut funktioniert, finde ich. 
Mir gefällt die Kombination aus gemustertem und einfarbigem Stoff sehr. Zufälligerweise hatte ich auch noch ein Stück Paspelband im perfekt passenden Türkis in meinen Vorräten, das sich, wie ich finde, wunderbar einfügt. (Allerdings bin ich ohnehin ein großer Fan von Paspeln.)
Alle offenen Kanten hab ich mit selbstgemachten Schrägband eingefasst.
Nach einigem Zögern hab ich mich dann zum Schluss entschlossen, noch einen Tunnel aufzunähen, in den ich ein dünnes Gummiband eingezogen habe, damit das Top etwas taillierter sitzt; mal sehen, wie sich das beim Tragen bewährt.
 
blumentophinten
Stoffe: "Camelia 1" aus der Serie Free Spirit
          "Tula Cotton Soft" in "Creme"

Die Stoffe habe ich - Danke! - übrigens von stoffe.de bekommen - hier könnt ihr sehen, was ich aus dem Rest des Stoffpakets genäht habe.

So langsam füllen sich also die Lücken in meiner Sommergarderobe - obwohl, ein paar Pläne hab ich schon noch. Aber an Plänen und Ideen mangelt es mir ja eigentlich nie... Und tatsächlich denke ich schon über eine kuschelige Jacke oder einen warmen Hoodie nach, die ich im Urlaub Ende des Sommers vielleicht brauchen werde.... oder, wenn ich so nach draußen sehe, eigentlich schon jetzt...

Dienstag, 13. Mai 2014

T-Shirt-Woche: Alles im grünen Bereich

Bei Fräulein Rohmilch gibt es zur Zeit wieder eine T-Shirt-Woche - eine tolle Sammelstelle für viele Ideen zum Thema sommerliche Kinder-Oberteile. Hier geht es zur heutigen Sammlung.

Weil auch meine Kinder seit dem letzten Sommer ein ganzes Stück gewachsen sind, gibt es ein paar Lücken im Kleiderschrank aufzufüllen.

Für meine Tochter möchte ich eher schlichtere bzw. kombinationsfreudige T-Shirts nähen. So ganz einfarbig findet das Kind aber "total langweilig" (und ich meistens auch), also hab ich mir einen Kompromiss überlegt...

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Auf das erbsengrüne T-Shirt habe ich am Saum und an den Ärmeln ein schmales weißes Spitzenband aufgenäht - das gefällt mir sehr gut, muss ich mir auch für meine eigenen T-Shirts merken!

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Schnitt: LISA zum T-Shirt gekürzt und an den Seiten begradigt, Puffärmel nach diesem Tutorial
Stoff: "Jersey waldgrün" (ich finde ihn "erbsengrün") über Lieblingsstücke; BW-Spitzenband aus meinem Fundus

 Übrigens: Das Spitzenband ist (in meinem Fall) NICHT elastisch - die damit verzierten Säume sind das also auch nicht mehr. Und ja, richtig, das ist mir erst aufgefallen, nachdem ich auch den Halsausschnitt mit Spitzenband eingefasst hatte.... (Der wurde dadurch natürlich viel zu eng und das T-Shirt hat nicht mehr über den Kopf gepasst...)


tshirtgruenherzen
Schnitt: LISA zum T-Shirt gekürzt und an den Seiten begradigt
Stoff: "Froschprinz Hearts" von Lillestoff, über Tommy & Lilly

Das zweite T-Shirt ist etwas "bunter", weil der Stoff ja doch gemustert ist - allerdings ja sehr dezent, was mir gut gefällt. Das Grün finde ich persönlich allerdings etwas gar grell leuchtend (ich weiß nicht, ob das auf den Fotos so aussieht, aber in Wirklichkeit tut es das), aber das Kindchen hat sich das selbst ausgesucht und dann ist das schon gut so. 

grünestshirtwald

Außerdem ist meine Tochter, wie man sieht, damit im frühlingsfrischen Wald perfekt getarnt... :-)

Montag, 12. Mai 2014

Japan-Sew-Along, Teil 1

Catrin hat auf dem Tanoshii-Blog ein "Japan-Sew-Along" initiiert - was mich sehr freut!
Alle Infos zum Sew-Along findet ihr hier. Heute findet das erste Treffen statt, mit dem Thema:

Wer macht mit, und warum? Was findet jede einzelne Teilnehmerin reizvoll, spannend, interessant? Habt Ihr Euch schon für ein Buch entschieden?

japansewalong

Japanische Schnitte und Schnittmusterbücher sehe ich mir jetzt schon eine ganze Weile immer wieder an. Mich sprechen die Fotos, die verwendeten Stoffe, die gezeigten Kleidungsstücke an, ohne dass ich so ganz genau erklären könnte, weshalb.

Trotzdem bin ich immer irgendwie mit Abstand, aus der Ferne, darum herum geschlichen. Zuerst einmal war da die Befürchtung, mit Schnitten und Anleitungen nicht klar zu kommen, schließlich kann ich nicht japanisch und nur äußerst schlecht französisch (Wenn es Übersetzungen der Bücher aus dem Japanischen gab, dann zuerst in die französische Sprache). Nun, da mache ich mir inzwischen keine Sorgen mehr, denn viele japanische Nähbücher gibt es inzwischen auf Englisch oder sogar Deutsch - und seit ich tatsächlich welche besitze und danach genäht habe, weiß ich auch, dass die Anleitungen ohnehin nur wenig Text bieten, dafür aber wirklich sehr gute und selbst erklärende  Bilder/Zeichnungen, weshalb die Sprachprobleme gar nicht so erheblich sind.

Der zweite, eigentlich gewichtigere Grund, weshalb ich mich noch nicht früher ans Nähen japanischer Schnitte gewagt habe, war das Gefühl, dass, was mir auf den Fotos zwar unheimlich gut gefällt, an MIR eben nicht so gut aussehen würde.

Ein "Problem" ist, dass viele Modelle, so scheint mir, sehr weit und locker geschnitten sind. Auf den Bildern sieht das gut aus, aber bei mir selbst kommt da sofort das "Sack-Gefühl" auf. Ich bin - wie wohl auch viele andere - einfach an eine andere Shilouette gewohnt und fühle mich nun mal in eher körpernaher (aber trotzdem bequemer) bzw. taillierterer Kleidung wohler.
Allerdings spricht ja nichts dagegen, die Schnitte ein bisschen anzupassen - auf jeden Fall möchte ich das versuchen und wenn möglich beim Sew-Along auch über meine diesbezüglichen Erfahrungen berichten.
Das Anpassen/Abändern von Schnitten klingt natürlich erst mal nach sehr viel Arbeit (ist es auch) und man könnte sich fragen, warum ich dann überhaupt so etwas nähe, aber ehrlich gesagt: Ob Ottobre, ob Burda, ob irgendein E-Book - ich habe noch keinen einzigen Schnitt so ganz ohne Änderung genäht, entweder wegen Passformproblemen oder weil ich Details einfach anders haben wollte. Insofern habe ich kein Problem damit, mich von bestehenden Schnitten inspirieren zu lassen und sie nach meinen Wünschen etwas abzuändern - im Gegenteil, solche Herausforderungen mag ich sehr gerne!

Die beiden Bücher Japanisches Modedesign zum Selbernähen: Kleider und Tops zum Kombinieren und Japanisches Modedesign zum Selbernähen: Kleider, Tops und Hosen habe ich mir bereits vor dem Sew-Along gekauft, ich denke also, dass ich auch eines (oder mehrere) der Modelle daraus nähen werde - in die Auswahl kommen jedenfalls so einige.

Hier könnt Ihr nachlesen, wer noch am Sew-Along teilnimmt und welche Gedanken zum Thema sich die anderen Teilnehmerinnen so machen. Ich freu mich jedenfalls auf viele Inspirationen!

Mittwoch, 7. Mai 2014

MMM: Punktelieblingsrock

punkterock

Die Nase rinnt, der Kopf dröhnt, und mein kleiner Sohn ist der Meinung, dass er die Oberherrschaft über meine Tastatur haben sollte - deshalb: Ich fasse mich kurz.
Zeigen möchte ich ihn aber doch gerne, meinen blauen Punkterock, am heutigen MeMadeMittwoch.
Früher hatte ich nämlich schon mal einen ähnlichen Rock (nagut, er war gestreift und nicht gepunktet, aber davon abgesehen...), den ich sehr mochte, der mir aber leider nicht mehr passt. Schon lange war es mein Plan, diesen Rock nachzunähen, und so war ich ganz glücklich, als ich den tollen Stoff - ich finde das "Gekritzel" in den Punkten so toll - entdeckt hatte. Das Leinen-Baumwollgemisch gefällt mir für den Sommer sehr, ich habe den Rock aber doch sicherheitshalber auch gefüttert, damit ich ihn auch über Strumpfhosen und somit (fast) das ganze Jahr lang tragen kann.


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Schnitt: von mir

Das Muster mag vielleicht auf den ersten Eindruck nicht gerade kombinationsfreudig wirken, tatsächlich passen aber fast alle meine einfarbigen Oberteile zu diesem Rock, mein Plan, nur solche Kleidungsstücke zu nähen, die ich auch wirklich oft trage, scheint somit in diesem Fall zumindest erfüllt.
Den Schnitt hab ich selbst gebastelt, ich tüftle - wieder einmal - an dem Rockschnitt für mich, und finde diesen schon ziemlich gut...

Welches Kleidungsstück ist Euer momentaner Liebling?

Sonntag, 4. Mai 2014

Domino-Tunika

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Vor kurzem ist diese Tunika für meine Tochter fertig geworden. Ich wollte ihr unbedingt mal wieder so ein Blüschen nähen, denn das letzte Exemplar dieser Art (letztes Jahr hat sie es tatsächlich, auch wenn es schon knapp war, noch getragen) ist inzwischen nun wirklich zu klein.
Den Schnitt habe ich selbst gemacht - hier und hier zum Beispiel findet Ihr ein Tutorial, wie man diese Art von Blusen macht. Solche "Peasant Blouses" sind recht schnell genäht und passen Dank der großzügigen Weite und lockeren Passform meist recht lange. Außerdem ist so eine Bluse eine gute Möglichkeit, einen schönen Webstoff zu verarbeiten! Der Stoff mit dem Domino-Muster stammt aus der neuen Serie Free Spirit und wurde mir von stoffe.de zum Probenähen zur Verfügung gestellt.

           Tula Cotton Soft in Creme

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Um der Tunika - die vielleicht noch etwas groß (weit) ist - noch "das gewisse Extra" zu verleihen, habe ich auf Hüfthöhe einen kontrastarbenen Tunnel (mit Knopflöchern) aufgenäht und ein zur Schleife gebundenes Band durchgezogen. Das gefällt mir richtig gut; sowas Ähnliches könnte ich mir auch mal bei einer Bluse/Tunika für mich vorstellen....

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Donnerstag, 1. Mai 2014

Mint gepunktet

Anlässlich des heutigen RUMS zeige ich Euch sehr gerne meine neue Bluse!
 
bluse1 bluse

Der Schnitt stammt aus dem Buch "Kleider und Tops zum Kombinieren" von Yoshiko Tsukiori, und zwar handelt es sich um Modell J ("Ärmelloses Kleid mit hoher Taille"). Das heißt, in Wahrheit hat meine Bluse nicht mehr sehr viel gemein mit dem Modell aus dem Buch - nicht nur, dass es sich im Buch eigentlich um ein Kleid handelt, das ich zum Top gekürzt habe, ich habe das gesamte obere Teil der Bluse - nachdem ein Probestück viel zu weit war und der Ausschnitt sehr unvorteilhaft abgestanden hat, der Brustabnäher nicht an der für mich passenden Stelle war - nach meinen eigenen Maßen neu konstruiert. Das heißt, noch genauer gesagt, ich habe schon vor längerer Zeit mal einen Grundschnitt für ein Webware-Oberteil nach meinen Maßen gemacht, und mit Hilfe dieses Papierschnitts konnte ich den Schnitt aus dem japanischen Nähbuch an meine Körperformen anpassen. Übernommen habe ich die Falten unterhalb der Brust, wobei ich auch dort noch einiges an Weite weggenommen und auch die Seitennähte etwas weniger ausgestellt genäht habe.

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Auf Fotos wie in diesem Buch oder auch an anderen Leuten gefallen mir weit geschnittene Kleidungsstücke immer sehr gut, aber wenn ich sowas anprobiere, habe ich das Gefühl, man hätte mich in einen Sack gesteckt, aus dem ich irgendwie recht verloren herausluge, wenn ich nicht ganz darin verschwinde. Jetzt, nachdem ich alles enger gemacht habe, fühle ich mich aber sehr wohl in meiner Bluse - auch, wenn sie eben, wie gesagt, nicht mehr viel Ähnlichkeit hat mit dem ursprünglichen Modell (das mir ja eigentlich gut gefallen hat!).

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Den Saum habe ich übrigens abgerundet, sodass er hinten länger ist. Ich finde, das ist nochmal eine kleine "Besonderheit", die gut zu der Bluse passt.
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Der mintfarbene Stoff mit den feinen Pünktchen (von Cloud 9, übers Stoffbüro) fühlt sich jedenfalls sehr fein und frisch-frühlingshaft an. Trotzdem, ganz so mild sind die Temperaturen ja noch nicht, weshalb ich das Top momentan eigentlich noch mit einer Strickjacke trage; das gefällt mir aber auch sehr gut. Im Sommer kann ich mir die Bluse dann auch zu Shorts gut vorstellen oder vielleicht zu einem schmalen Rock. Was meint ihr?

Habt Ihr schon Erfahrungen mit japanischen Schnitten und Nähbüchern gemacht? Allen, die sich dafür interessieren, empfehle ich den Blog Tanoshii-Japanisch schneidern. Außerdem zeigt heute auch Catrin einen Rock nach einem japanischen Schnitt und kündigt ein Sew-Along an - das klingt doch mal sehr spannend!