Montag, 31. März 2014

1 Jahr - 1 Decke


So. Das Jahr ist um.
Und meine Decke ist nicht fertig, und bestimmt wird sie das auch nicht sobald werden. Da hatte ich mich wohl gröber verschätzt - wobei, die Zeit hätte eigentlich reichen sollen, um eine Restedecke zu nähen, aber die Motivation war dann doch nicht mehr ganz so hoch.
Ein paar meiner wackeren Mitstreiterinnen - auch da waren es am Anfang viel mehr als jetzt am "bitteren Ende" :-) - haben es aber tatsächlich geschafft, ihre Decke fertig zu nähen, und das finde ich ganz toll! Deshalb richte ich auch noch ein letztes Board auf unserer Pinterest-Sammelstelle ein, für die fertigen Decken. Ich habe jetzt mal alle während des letzten Jahrs entstandenen Decken derer, die hier regelmäßig mitgemacht haben, dort gepinnt. (Wenn ich jemanden vergessen habe, bitte melden!) Gerne sammle ich dort alle Decken, die in Zukunft noch fertig werden. Die "Aktion" möchte ich hier jetzt nicht mehr weiterführen, aber wer mitgemacht hat und - wann auch immer - fertig wird und gepinnt werden möchte, kann mir dies jederzeit (z.B. in einem Kommentar) mitteilen.

Ich danke allen, die der Aktion die Treue gehalten haben und wünsche allen viel Spaß und viele gemütliche Stunden mit ihren Decken!

Mittwoch, 26. März 2014

MMM: Das kleine Dunkelblaue

Wer öfter bei mir mitliest, weiß, dass ich mir - nicht nur, aber auch angestoßen von Tessas Reihe - momentan viele Gedanken darüber mache (hier und hier zum Beispiel), wie der Inhalt meines Kleiderschranks aussehen soll, welche Teile ich eigentlich wirklich brauche und was ich in der nächsten Zeit so nähen möchte.
Gut zu kombinieren sollen die Sachen sein und möglichst vielfältig einsetzbar, am besten die meiste Zeit des Jahres über tragbar....
Ein schlichtes Jerseykleid mit ein paar schönen Details, in einer Farbe, die zu fast allen meinen Sachen passt, im Sommer einfach so zu tragen, bei kühleren Temperaturen im Lagenlook .... das war der Plan hinter diesem Kleid:


Der Schnitt stammt aus der neuesten Ottobre (2/14) und nennt sich "Tennessee". Die Technische Zeichnung hatte mir gleich sehr gut gefallen, vor allem die Taschen vorne und die angeschnittenen Ärmel fand ich interessant. (Sehr) dunkelblauen Jersey hatte ich auch noch, also hab ich gleich mal losgelegt. 
Bei der ersten Anprobe (zum Glück hatte ich erst das Oberteil genäht) kam dann die Ernüchterung. Da hat fast gar nichts gepasst, v.a. die Armausschnitte waren viieeel zu weit, da hätte man mir seitlich hineinsehen können bis mindestens zum Bauchnabel.... Also hab ich das Oberteil um vieles enger gemacht - jetzt sitzt es vielleicht fast ein bisschen knackig, aber ich finde, es ist noch ganz ok.
Beim Unterteil des Kleides hab ich nichts verändert, außer dass ich in der Länge ganze 10 cm weggenommen habe. 

Die Känguru-Beutel Taschen finde ich jetzt gar nicht mehr so toll. Sie klaffen ein bisschen auf und sind eigentlich unpraktisch, denn meine Hände stecke ich so weit vorne irgendwie nicht ein und auch sonst passt nichts so richtig hinein.

Leider ist mir auch die Ansatznaht - also die Stelle, an der der gekräuselte Rock an das Oberteil genäht wird - nicht so gut gelungen. Irgendwie steht das Unterteil dort - also gerade in Bauchhöhe - nicht gerade vorteilhaft ab (sieht man v.a. von der Seite). Das Problem hatte ich aber schon öfter, vielleicht mache ich ja was falsch beim Kräuseln? Gibt es da irgendwelche Tricks? Ich habe jedenfalls darauf geachtet, das Oberteil nicht mitzudehnen. Außerdem hab ich die beiden Kleid-Teile erst mit der normalen Maschine zusammengenäht und dann mit der Overlock versäubert (damit sich ja kein Fehler einschleicht, der dann nicht mehr rückgängig zu machen ist). Zum Schluss hab ich die Nahtzugaben auch noch von außen abgesteppt. Hm... 
Dabei hab ich dieses Mal - erstmals - Framilon-Band zum Kräuseln verwendet, weil ich es besonders schön machen wollte. (Normalerweise finde ich solchen Schnickschnack immer überflüssig (man kann ja auch ohne spezielles Zubehör kräuseln) und weigere mich erst einmal prinzipiell, wenn mir jemand ein bestimmtes Produkt so aufdrängt (gibt es irgendeinen Schnitt, bei dem die Ottobre kein Framilonband einnähen will?) ...)

Also, um meinem Geschwafel ein Ende zu setzen. Ganz optimal finde ich das Kleid noch nicht, aber wenn ich es als Probekleid gelten lasse, ist es schon ganz ok. Ganz so, wie ich es mir vorgestellt hatte, ist es nicht, irgendwie ist es für meine Verhältnisse auch fast ein bisschen zu elegant, aber durchaus tragbar - vor allem mit was drunter oder drüber.


In mein Farbschema passt das Kleid auf alle Fälle :-)
Vielleicht werde ich es noch einmal nähen, und auch den Rockteil etwas weniger weit zuschneiden bzw. weniger einkräuseln. Oder sollte ich es statt mit Kräuseln mal mit (Keller-)Falten probieren? Außerdem würde ich beim nächsten Mal Hüftpassentaschen dazubasteln.
Das Oberteil des Kleid gefällt mir aber so ganz gut, ich könnte mir auch vorstellen, es zu verlängern und mal als T-Shirt zu nähen.
Oder ich verlängere es gleich noch mehr und stelle es nach unten hin aus und mache gar keine Teilung zwischen Rockteil und Oberteil?

Tja, die Möglichkeiten sind vielfältig ;-), und ich werde sicher noch ein bisschen herumprobieren. Einstweilen sehe ich mich beim MeMadeMittwoch um, dort versammeln sich wieder ganz viele Frauen in selbstgemachter Kleidung. Bestimmt finde ich da noch ein paar Anregungen!

Sonntag, 23. März 2014

Ein Männlein steht im Walde...

... gar nicht still und nicht stumm.
Es hat ein leuchtend königsblaues Mäntlein um.
Sag, wer mag das Männlein sein,
das da steht im Wald allein,
mit dem königsblauen Mäntelein?


Ich machs kurz und bündig (und zeige Euch endlich die Fotos von vor inzwischen drei (?) Wochen, bevor sie hoffnungslos veraltet sind): Ich liebe die Jacke, die ich für meinen Sohn genäht habe!
Die Farbe steht ihm so wunderbar, finde ich, und mit dem Schnitt bin ich auch sehr zufrieden - der heißt "Against the Wind" und stammt aus der Ottobre 1/13. (Überhaupt scheint mein Kleiner eine "Ottobre-Figur" zu haben, bisher hat ihm fast alles auf Anhieb gepasst, während ich die Schnitte für meine Tochter oft ändern muss...) Genäht hab ich die Jacke in Größe 92 - sie ist auch noch ein bisschen groß, aber wenn sie im Herbst auch noch passt, bin ich nicht böse.



Der Schnitt ist sehr schlicht gehalten und hat zwar ein paar schöne Details wie die hochgeschlossene Kapuze oder die Windschutzleiste mit Kinnschutz am Reißverschluss, kommt aber ohne Schnickschnack aus; das gefällt mir und hat außerdem den Vorteil, dass die Jacke vergleichsweise schnell genäht war. (Ich hatte sogar überlegt, auch für meine Tochter noch eine Übergangsjacke zu nähen, war dann aber doch nicht böse, als sie sich eine Kaufjacke ausgesucht hat...)


Jacken-Schnitt : "Against the Wind", Ottobre 1/13
Stoffe: königsblauer Köper aus dem örtlichen Stoffgeschäft
           Futter: Michael Miller: "Mod Fish Blue", über Lieblingsstücke

verlinkt bei: Made4Boys, Kiddikram


Von dem schönen Fische-Stoff hatte ich leider nicht genug für das gesamte Futter, ich habe also die Ärmel mit weißem Baumwollstoff gefüttert - sieht man ja eh nicht. Auf den Vorderseiten musste ich auch noch ein bisschen stückeln, aber ich finde, das fällt nicht wirklich auf, mich jedenfalls stört es nicht.


Habt noch einen schönen Wochenendausklang und einen guten Start in die neue Woche!

Freitag, 21. März 2014

Katzengeburtstag

Momentan ist die Stimmung bei uns  - bescheiden.
Alle Familienmitglieder sind/waren/werden krank, vor allem den Kleinsten hat es erwischt. Alles nichts Bedrohliches, aber einfach nicht besonders toll, wenn draußen das wunderbarste Frühlingswetter herrscht...

Außerdem galt es in all dem Chaos noch einen Geburtstag zu feiern!

Unser liebes Töchterlein ist sechs Jahre alt geworden (und somit endlich ein richtiges Schulkind :-)...).
Zu diesem Anlass hat es auch endlich das schon lange gewünschte (und auch schon genähte, aber noch versteckte) Katzenkleid bekommen (hier hab ich's schon mal kurz gezeigt). Den Stoff durfte das Kindchen selber aussuchen, und da war die Entscheidung sehr schnell gefällt. Auch wenn die "Katzenphase" kurzzeitig durch die "Eichhörnchenphase" unterbrochen war (und es generell und immer eine "Tierephase" gibt) - alte Liebe rostet eben nicht. :-)

Schnitt: Jerseykleid LISA
Stoff:  Little Cats Red, Liandlo, über Lieblingsstücke - Der Stoff ist in Wirklichkeit übrigens rot, nicht pink - irgendwie klappt es bloß momentan nicht mit guten Fotos...
Nachdem ich ihr diese Idee gezeigt hatte, hat meine Tochter auch gleich noch einen Katzenkleiderbügel dazu gebastelt.

Außerdem hatte ich auch ganz genaue Anweisungen bekommen, wie die Geburtstagstorte aussehen sollte. Mein fleißiges Mädchen hat mir auf acht (!) A4-Seiten ein Rezept in Bild und Schrift gebastelt!


Eigentlich hätte die Torten-Katze auch auf vier Beinen stehen sollen, aber das hab ich dann doch nicht geschafft.


Mit dieser Torte war das Kind dann aber auch zufrieden - und geschmeckt hat's auch!

Montag, 17. März 2014

Farben und Muster

Bei Tessas Reihe "Mein Kleiderschrank und ich" geht es heute um das Thema "Farben und Muster".

Meine absoluten Lieblingsfarben sind Blau und Grün, in fast allen Nuancen. Sehr gerne mag ich auch die Mischtöne wie Petrol und Türkis, wiederum in fast allen Schattierungen.
Auch (dunkle) Violett- und Beerentöne mag ich gerne.


Auch bei meiner Kleidung mag ich diese Farben.  In meinem Schrank findet sich also viel
Blau, Grün, Schwarz und Grau,
ein bisschen Rot, Violett und Gelb (Maisgelb, Senfgelb).

Ich glaube auch, dass mir diese Farben gut stehen - jedenfalls sind es die Farben, in denen ich mich wohlfühle. Dabei hab ich es lieber, wenn die Farbtöne bei meiner Kleidung nicht ganz so grell sind, sondern eher gedeckt; einen leichten "Graustich" mag ich ganz gerne, wobei es auch nicht unbedingt Pastellfarben sein sollen - das ist vielleicht etwas schwierig zu beschreiben :-) ...
Zwischendurch darf es aber auch etwas leuchtender sein, aber nicht von Kopf bis Fuß - aber eine gelbe Paspel zum Beispiel oder ein "knalliges" rotes Detail finde ich schön.
Schwarz und Grau (und Dunkelblau) mag ich ganz gerne zum Kombinieren. Es gefällt mir auch, ein eher unauffälliges, zum Beispiel dunkelblaues Kleid zu tragen und dazu farbige/gemusterte Leggins anzuziehen.
Blaue und Grüne Kleidungsstücke hätte ich gerne noch mehr, ich finde es aber gar nicht so leicht, da Stoffe zu finden, die mir richtig gut gefallen.

Bei meinen Farbvorlieben stelle ich auch einen jahreszeitlich bedingten Wandel fest. Im Sommer, bei strahlendem Sonnenschein und über 30°, komme ich mir in Grau und Schwarz wie auf einer Beerdigung vor, während ich mich im Winter durchaus wohl darin fühle. Umgekehrt mag ich Helles, Buntes, Leuchtendes im Winter nicht so gerne, im Sommer darf das aber ruhig auch mal sein.

Farben, die mir gar nicht stehen, sind meist auch Farben, die ich nicht so mag: Beige ist so ein Fall. Rosa ist auch nicht gerade meins (obwohl ich ein - eben graustichiges - Altrosa mitunter auch ganz schön finde; kommt eben drauf an, wofür...). Mit Neonfarben kann ich mich auch so gar nicht anfreunden.
Gelb wiederum - wie oben schon geschrieben - gefällt mir, steht mir aber nicht so besonders gut. Ich versuche, das "Problem" zu lösen, indem ich Gelb bei meiner Kleidung nur für kleine Akzente verwende oder nur für "Unterteile", da ergibt sich dann kein unpassender Kontrast mit meiner Gesichtsfarbe :-)

Meinen gelben Apfelrock würde ich im Winter nie anziehen, mag ihn im Sommer aber gerne. Das Apfelmuster finde ich großartig, leider ist mir das Gelb aber ein bisschen zu "grünstichig"; ein wärmerer Gelbton hätte mir besser gefallen - das ist die Schwierigkeit bei Stoffkäufen übers Internet...

Muster mag ich sehr gerne und mag es daher auch, wenn meine Kleidungsstücke gemustert sind. Jedes Muster gefällt mir aber natürlich auch nicht...


Sehr gerne mag ich ganz simple Streifen. Die passen doch eigentlich so gut wie immer, und für jedes Alter und jedes Geschlecht.
Für mich mag ich auch - kleine - Punkte gerne. Überhaupt neige ich eher zu kleingemusterten Stoffen, bei Musterstoffen mit wirklich großen Motiven habe ich immer eher das Gefühl, dass sie mich erschlagen.

Eins der schönsten Muster in meinem Kleiderschrank findet sich auf diesem Rock

Schön finde ich auch Muster, die mehr Ton in Ton gehalten sind, finde aber auch, dass man da gar nicht so leicht die passenden Stoffe (die sich auch für Bekleidung eignen) findet.
Am leichtesten findet man ja überhaupt die ganz bunten, wild gemusterten (Jersey-)Stoffe, die sich dann doch eher für Kinderkleidung eignen. Oft gefallen mir diese Stoffe auch sehr gut, und, ganz ehrlich, nicht erst einmal hab ich den Impuls verspürt, auch für mich daraus etwas nähen zu wollen. In den allermeisten Fällen besinne ich mich dann aber doch darauf, solche Kinderstoffe eben doch für Kindersachen zu verwenden, glücklicherweise hab ich ja dankbare Abnehmer :-)


Dennoch: Zwischendurch darf es auch mal ein paar buntere, kindischere Sachen bei mir geben. Das blau-orange-rote Blumenshirt zum Beispiel mag ich wirklich sehr gerne und trage es im Moment sehr oft.

Ich würde also nicht grundsätzlich sagen, dass bei mir nur durch und durch "erwachsene" Muster (also z.B. nüchterne geometrische Muster oder stark abstrahierte Motive - obwohl ich überhaupt nichts gegen die habe) zum Einsatz kommen dürfen. Ich glaube, ich bin ein eher kindlicher Mensch und ich mag es eben gerne verspielt. Es hängt einfach vom jeweiligen Design ab - Tierchen sind eben nicht gleich Tierchen, und Äpfelchen sind nicht gleich Äpfelchen; auch die Farbgebung spielt da, denke ich, eine große Rolle.
Natürlich ist mir auch bewusst, dass ich in solchen Kleidungsstücken möglicherweise nicht besonders seriös wirke, aber das muss ich auch nicht immer; solange mein Kleiderschrank auch "ernstere" Teile beinhaltet, auf die ich in den entsprechenden Situationen zurückgreifen kann, erlaube ich mir solche "Gute-Laune-Kleidungsstücke" gerne.


Aus dem roten Baumwollstoff mit den Tieren zum Beispiel möchte ich mir unbedingt einen Sommerrock nähen, auf den ich mich schon jetzt freue. Sicher könnte ich den Stoff auch gut und gerne für meine sechsjährige Tochter verwenden, aber ich finde ihn nicht zu kindisch; er passt zu mir, und ich weiß, dass ich mich in dem Rock (vorausgesetzt, der Schnitt sitzt gut), wohl fühlen werde.

A propos Schnitt: Das habe ich auch schon festgestellt, dass nicht jedes Muster oder auch nicht jede Farbe zu jedem Schnitt gleich gut passt.
Sachen aus stark gemusterten Stoffe erinnern mich zum Beispiel sehr schnell an Pyjamas. Allerdings finde ich, dass das einerseits umso eher der Fall ist, je heller der Stoff (oder der Stoff-Hintergrund) ist, und andererseits, dass beispielsweise ein Langarm-Shirt viel eher an einen Schlafanzug erinnert als ein ärmelloses Top (wie das hier) aus demselben Stoff.
Überhaupt kommt es oft einfach auf die Dosis an - manchmal ist es einfach besser, wenn nur Details an einem Kleidungsstück aus einem gemusterten oder farblich auffälligeren Stoff genäht sind.

Gemustertes mit Einfarbigem zu kombinieren funktioniert meistens gut, ich finde es aber auch spannend, verschiedene Muster nebeneinander wirken zu lassen. Das muss ich aber noch ein bisschen üben :-)
Auch noch aufgefallen ist mir, dass Muster oft aus der Entfernung ganz anders wirken als aus der Nähe. Aus der Ferne betrachtet, verschwimmt ein Muster oft und wirkt wieder ganz anders - ist doch auch irgendwie spannend, oder?

Es gäbe also vermutlich wieder mal endlos viel zu diesem Thema zu schreiben ;-), aber ich lese mir jetzt (oder heute Abend...) lieber noch die anderen Beiträge durch.

Mittwoch, 12. März 2014

Inspirationsgalerie mit Euren Werken - Und: ProbenäherInnen für LISABETH gesucht

Ich freue mich wirklich immer sehr, wenn mir jemand, der (oder eigentlich: die) nach einem meiner E-Books oder Anleitungen etwas genäht hat, einen Link zum fertigen Werk oder ein Foto schickt. Ich finde es sehr spannend, zu sehen, wie unterschiedlich ein Schnitt interpretiert werden kann.
Weil das vielleicht auch für andere interessant und inspirierend ist, habe ich beschlossen, auf Pinterest eine kleine  
einzurichten. Wer dort nachsieht, findet viele Ideen zur Umsetzung meiner E-Books.
Natürlich wünsche ich mir, dass diese Ideensammlung ständig erweitert wird! Wer also etwas nach meinen E-Books genäht hat (und darüber bloggt, auf Facebook davon berichtet o.ä.), kann mir sehr gerne einen Link zu seinem fertigen Werk schicken - entweder per e-mail (herzekleid@gmx.at oder fabelwald@gmx.at) oder in einem Kommentar. - Ich bin schon gespannt!


So, aber jetzt gleich zum nächsten E-Book. LISABETH ist fast fertig und wohl in ein paar Tagen zum Testen bereit.


LISABETH ist ein kurzärmeliges Kleid aus Webstoff, der Schnitt beeinhaltet die Einzelgrößen von 86-140.
LISABETH bleibt eher schlicht (und lädt vielleicht gerade deshalb zum Vernähen all der tollen gemusterten Webstoffe ein), wirkt aber durch einige hübsche, aber dezente Details ein bisschen verspielt-nostalgisch. Das Kleid hat ein angekräuseltes Rockteil, leichte Puffärmel, von außen nicht sichtbare Nahttaschen (oder aufgesetzte Taschen) und im Rücken eine durchgehende Knopfleiste.
Das Kleid ist eher locker und bequem geschnitten, macht also auch beim Spielen, Toben und Klettern alles mit. LISABETH kann im Sommer gut "pur" getragen werden, passt aber auch über ein Langarmshirt oder eben ganz besonders gut über das Jerseykleid LISA.


Was könntet Ihr noch wissen wollen? Vielleicht, dass das Nähen ein bisschen aufwändiger ist (als z.B. bei LISA), ich hoffe aber, alles so gut erklärt zu haben, dass auch Anfänger zurecht kommen sollten. ;-)

Wer also gerne probenähen möchte, beachtet bitte Folgendes:
  • Melde Dich bis Sonntag Abend (16.3.2014) per E-Mail (fabelwald@gmx.at oder herzekleid@gmx.at ) bei mir oder hinterlasse hier einen Kommentar.
  • Sollten wir uns nicht schon durchs Bloggen kennen, gib mir doch bitte - wenn vorhanden - Deinen Blog, Deine Facebookseite oder ähnliches bekannt, damit ich mal sehen kann, was Du so machst. Vielleicht schreibst Du auch noch dazu, ob Du Dich eher als Nähanfängerin oder als eher fortgeschrittene Näherin einschätzt.
  • Bitte melde Dich nur, wenn Du verlässlich Zeit hast, bis spätestens Freitag, den 28.3.2014 ein Kleid zu nähen. (Klar kann immer mal was Unerwartetes dazwischen kommen, das ist dann auch kein Weltuntergang, aber in so einem Fall bitte ich wenigstens um eine Absage...)
  • Ich wünsche mir ausführliches Feedback und konstruktive Kritik vor allem zur Passform des Schnittes, zur Verständlichkeit der Anleitung, zum Aufbau des E-Books.
  • Für mich ist es egal, ob Du das Kleid für Dein eigenes Kind nähst, es kann auch Deine Nichte, Enkelin, Nachbarin, Patenkind, Tochter der Freundin usw. sein. Ganz wichtig ist aber, dass Du das Kleid dem Kind auf jeden Fall anprobieren kannst, und zwar nicht nur einmal, sondern, wenn ich zum Beispiel eine bestimmte Frage habe, auch immer wieder und relativ schnell. Wenn das Kind also zwei Autostunden von Dir entfernt wohnt, wäre das nicht so günstig...
  • Ich brauche mindestens ein Foto - gerne mehrere - mit einer Auflösung von mindestens 1050px Breite. Die Fotos sollten aussagekräftig und gut ausgeleuchtet sein, und ich darf sie für die Veröffentlichung im E-Book oder auf dem Blog oder auch auf Pinterest (siehe oben) verwenden. - Für mich persönlich wären neben Fotos vom fertigen Kleid auch Tragefotos, also Fotos vom Kleid am Kind, schön, auf Wunsch werden diese aber nicht veröffentlicht; Du kannst auch den Kopf des Kindes "abschneiden" oder das Gesicht verdecken oder Ähnliches, wenn Du das möchtest.
  • Bitte gib mir unbedingt auch an, in welcher Größe Du das Kleid nähen würdest.    


Ich freu mich schon und bin schon sehr gespannt! 

Montag, 10. März 2014

Über den Inhalt meines Wunsch-Kleiderschranks. Und übers Selbernähen.

Ich kann mich nicht beklagen. 
Ich habe genug anzuziehen. 
Das heißt, ich habe für die allermeisten Gelegenheiten, in die ich normalerweise so gerate, irgendwelche angemessenen Kleidungsstücke. Aber viele meiner Kleidungsstücke trage ich, weil ich sie eben habe, nicht, weil ich sie hundertprozentig wundervoll finde. Ob dieser Zustand je erreichbar ist, ist wohl zu bezweifeln, aber ihm möglichst nahe zu kommen, wäre doch schon was. Natürlich, es gibt wichtigeres im Leben als die Garderobe, aber es ist eben auch nicht unwahr, dass die Kleidung, die ich trage, sich durchaus auf das Selbst(wert)gefühl und die Art, wie andere und ich mich wahrnehmen, auswirkt.
Es kann also nicht schaden, sich Gedanken über das Thema zu machen (oder den Versuch zu starten, meine wirren Gedanken ein bisschen zu ordnen). Ich freu mich also sehr, dass Tessa die Thematik aufgegriffen hat - hier sammelt sie ab heute Beiträge zum Thema.
Ein Blick auf den Ist-Zustand...

Lange hab ich versucht, meinen Stil zu definieren bzw. mich für einen Stil zu entscheiden. Inzwischen denke ich, dass das (für mich) nicht klappt; es gibt eben durchaus unterschiedliche Situationen in meinem Leben, und da bin ich auch unterschiedlich gekleidet.
Trotzdem gibt es natürlich ein paar Konstanten: Allzu elegant ist nichts für mich, ich mag es durchaus bequem und praktisch. Schuhe mit Absatz hab ich noch nie besessen und in einem Blazer - oder gar einem Kostüm oder Hosenanzug! - würde ich mich verkleidet fühlen. Da bin ich doch mehr der Turnschuh-Typ, was aber nicht heißen soll, dass ich mich nicht auch in Kleidern und Röcken sehr wohl fühlen würde - nur brauch ich eben auch dort nicht hundert Rüschen und Schleifen und Glitzerapplikationen ;-)

Mein Wunschkleiderschrank, der wäre voll mit Kleidungsstücken, die (in unspezifischer Reihenfolge)
  • mir natürlich gut passen und mir gut stehen
  • nicht langweilig sind, aber dennoch nicht laut "Seht mich an, ich möchte auffallen!" schreien
  • durch kleine und feine Details bestechen, die möglicherweise erst auf den zweiten Blick oder sogar für Außenstehende gar nicht sichtbar sind (zum Beispiel bei einem tollen Futterstoff)
  • aus ethisch und ökologisch vertretbaren Materialien sind bzw. so hergestellt wurden
  • alle gut untereinander zu kombinieren und in vielen verschiedenen Situationen einsetzbar sind

Und wie komm ich jetzt dahin? Oder wenigstens in diese Richtung?

Wenn es um die Kombinierbarkeit der Kleidungsstücke geht, ist es wohl wichtig, auf ein ausgewogenes Verhältnis von gemusterten und nicht-gemusterten Teilen zu achten. Wenn man innerhalb einer gewissen Farbpalette bleibt, sollte das Kombinieren der einzelnen Stücke auch besser funktionieren.
Ich mag es auch, wenn ich ein Kleidungsstück das ganze Jahr über tragen kann, zum Beispiel ein Kleid, das ich im Sommer "pur" anziehen kann, wenn es kühler ist, aber mit mit Strickjacke und Strumpfhose. Ein paar "neutrale" Strickjacken (oder Pullover), die farblich zu den meisten anderen Teilen meiner Garderobe passen, finde ich generell sehr praktisch. Auch eine eher neutrale (in meinem Fall ist das meist dunkelblau oder schwarz) Hose oder ein solcher Rock kommt bei mir garantiert immer wieder zum Einsatz.
Auch durch Accessoires wie (Loop)schals, Gürtel, farbige Strumpfhosen usw. (bestimmt auch Schmuck, aber das ist etwas, das ich selbst so gut wie nie trage) kann ein und dasselbe Outfit sehr unterschiedlich wirken. 
Es fällt mir aber schwer, hier jetzt ein "Rezept" aufzuschreiben : "Du brauchst 2 Hosen und 2 Röcke und 5 Langarmshirts".... oder so ähnlich... Das lässt sich wohl nicht so leicht festlegen, außerdem wird das bei jeder von uns wieder anders sein. Ich glaube aber, dass es wichtig ist, vor jedem neuen Teil, das in den Kleiderschrank wandert, ob nun gekauft oder selbst genäht (dann bezieht sich das eigentlich auch auf den Stoffkauf und den Stoffschrank...), wirklich genau zu überlegen, ob es tatsächlich gebraucht wird, zu welchen Gelegenheiten es getragen werden könnte, ob es zur restlichen Garderobe passt.
Dabei drängt sich mir immer wieder die Frage auf:

Wieviele Kleidungsstücke brauche ich eigentlich?

Und welche sollen das dann sein?

Während der letzten Wochen meiner Schwangerschaften bin ich zum Beispiel mit wirklich wenigen Sachen (tw. nur noch das, was ich anhatte und das, was gerade in der Wäsche war) ausgekommen. Das ging auch - aber ehrlich gesagt, Spaß hat es mir nicht mehr gemacht. Ich denke also, ja, mit Weniger auskommen ist nicht so schlecht, aber ganz so wenig soll es dann - für mein persönliches Wohlbefinden - auch nicht sein.
Schließlich darf das alles doch auch Spaß machen, oder? Ich denke, so gut wie alle von uns haben mehr Kleidungsstücke, als wir wirklich brauchen würden, um nicht zu frieren oder nackt herumlaufen zu müssen - wir sind also, würde ich sagen, ohnehin längst in einem Bereich angelangt, den man vielleicht einen "alltäglichen Luxus" nennen könnte. Ich finde es auch in Ordnung, wenn man sich ein T-Shirt (ein Kleid, eine Hose...) auch mal nur deshalb näht/kauft, weil die Farbe so schön oder der Stoff so toll ist. Aber insgesamt lohnt es sich, denke ich, doch, ein bisschen reflektierter und ein bisschen mehr nach Plan vorzugehen.

Ich finde absolut nichts Verwerfliches daran, Kleidung zu kaufen, aber es ergibt sich irgendwie von selbst, dass ich viele meiner Kleidungsstücke inzwischen selbst nähe. Das mache ich hauptsächlich, weil ich es einfach sehr sehr gerne tue, es hat aber unbestreitbar auch andere Vorteile. Ich bin - theoretisch, denn beeinflusst wird man ja doch - unabhängig von irgendwelchen aktuellen Moden oder Trends, ich kann Farben, Stoffe, Schnitte selber wählen, ich weiß, unter welchen Bedingungen das Kleidungsstück hergestellt wurde (natürlich bleibt da aber die Frage, wo denn die Stoffe herkommen - aber ich hoffe zumindest, nichts gänzlich falsch zu machen, wenn ich möglichst oft GOTS-standardisierte Bio-Stoffe verwende...), und ich kann meine Kleidung, immer mal vorausgesetzt, ich beherrsche die Technik ;-), meiner Figur anpassen und muss so nicht irgendwelchen standardisierten Normen entsprechen.
Das klingt jetzt alles nur wunderbar, und am liebsten möchte ich gleich loslegen und einen Stoff anschneiden.
Aber genau da liegt auch die "Gefahr". Umso unbegrenzter die Möglichkeiten, desto schwieriger wird es, vor lauter schönen Stoffen, Farben, Mustern und Schnitten, kluge Entscheidungen zu treffen und auch das zu nähen, das ich wirklich brauche. Natürlich kann ich mir das x-te T-Shirt nähen, weil ich es eben kann und weil ich einen schönen Stoff gefunden habe, natürlich kann ich mir auch ein festliches Kleid nähen, auch wenn ich es vielleicht nur ein einziges Mal (oder sogar niemals?) anziehe. Oder ich kann einen Schnitt nachnähen, der gerade durch alle möglichen Nähblogs zieht, nur, weil ich so schöne Beispiele gesehen habe und ich das ja eigentlich auch kann und mir auch noch eine tolle Variante einfällt...

Aber: Ich möchte nicht einfach nur ins Blaue hinein produzieren, auch nicht nur um des Nähen selbst willen oder um der Übung oder der Freude an schönen Stoffen.

Genau dieses Reflektieren über ein Kleidungsstück ist aber etwas, das bei mir durch das Selbernähen viel stärker geworden ist.
Gekauft ist ein neues Teil schnell, wenn ich es selber nähe, dauert es aber viel länger, bis ich es in Händen halten bzw. anziehen kann. Ich denke schon vor dem Nähen darüber nach, wie mein Kleidungsstück aussehen soll, ich mache vielleicht Skizzen oder Entwürfe, ich sehe mir verschiedene Stoffe und Schnitte an (oder mache einen Schnitt vielleicht selber), denke über verschiedene Nähtechniken nach oder probiere sie erst einmal aus und lerne fast immer irgendetwas dazu. Über viele kleine Arbeitsschritte taste ich mich zu einem Endergebnis hin. In der Zwischenzeit habe ich immer wieder die Möglichkeit, doch noch umzudisponieren oder spontan etwas zu ändern. Außerdem kommt eine "sinnliche" Komponente dazu, die ich einfach nicht mehr missen möchte. Ich fühle den Stoff, seine Weichheit oder Festigkeit, seine Struktur, ich erfreue mich an Farben und Mustern und einfach daran, wie sich Stück für Stück etwas zusammenfügt. Ich nehme mir die Zeit, das für mich zu tun, mir etwas zu nähen, das so nur ich habe. Das fühlt sich doch gut und besonders an, oder? (Und auch wenn ich für andere nähe, für meine Kinder zum Beispiel, dann fließt dabei einfach sehr viel Liebe mit ein...)
Einen kleinen Nachteil hat das Selbernähen aber wohl auch: Nämlich, dass eben erst dieser ganze Prozess hinter mir liegen muss, bevor ich ein Kleidungsstück anziehen kann. Und vielleicht merke ich erst dann, dass mir der Schnitt eigentlich nicht steht oder die Passform nicht stimmt. Wenn ich im Geschäft etwas anprobiere, merke ich das schneller und kaufe das Teil (hoffentlich) erst gar nicht. So hab ich es aber schon fertig genäht und kann vieles im Nachhinein nicht mehr ändern. Wenn ich mir meine "Schrankleichen" der letzten Zeit so ansehe, sind das jedenfalls meist selbstgenähte Sachen, bei denen die Passform nicht optimal stimmt (Fehlgriffe bezüglich Stoff- oder Farbwahl mache ich nicht mehr ganz so oft...). Ich denke aber, dass man da wohl mit der Erfahrung lernt und mit der Zeit vielleicht auch schon im Vorhinein erkennen kann, welche Schnitte für die eigene Figur nicht so passend sind bzw. wie man sie vielleicht anpassen kann. Naja, vielleicht lern ich's ja noch :-)

Wegen schlechter Passform aussortiert und dem Upcycling zugedacht

So, aber ich bin ich dann wohl etwas abgeschweift.... :-)

Wieder zurück zum Inhalt meines Kleiderschrankes, den ich in der nächsten Zeit noch einmal ganz genau überdenken möchte.
Für mich heißt das, dass ich erst einmal damit begonnen habe, meinen Kleiderbestand ganz genau durchzusehen und alles, was nicht passt und gefällt, wegzugeben/zu verschenken/zu spenden. Zugegebenermaßen ist auch ein beträchtlicher Teil in mein "Da kann ich vielleicht noch was anderes daraus nähen-Upcycling-Fach" gewandert, aber ich habe mir vorgenommen, einerseits aus diesen Sachen tatsächlich etwas zu nähen (meist wohl für meine Kinder), und andererseits auch dieses Fach von Zeit zu Zeit immer mal durchzusehen und erneut auszumisten. Überhaupt ist es wohl nicht schlecht, solche Ausmist-Aktionen relativ regelmäßig zu machen. Bei mir zumindest kommt ja doch immer wieder mal etwas Neues nach, da sollte dann womöglich etwas Anderes dafür weichen...

Auf jeden Fall wird mich dieses Thema noch länger beschäftigen - es gibt ja noch so viele weitere Aspekte, die ich momentan gar nicht alle ausführen kann und will. Ich nehme mir - inspiriert eben von Tessa - jedenfalls vor, in der nächsten Zeit noch öfter darüber zu schreiben.
Bei allen, die so tapfer waren, bis hierher zu lesen, bedanke ich mich schon mal :-). Ich bin sehr gespannt auf Eure Meinungen und verweise zum Schluss noch mal auf Tessas Linksammlung. Spätestens heute Abend werde ich mich durch die anderen Beiträge lesen, da freu ich mich schon drauf!

Mittwoch, 5. März 2014

MMM mit einem Geburtstagsgeschenk von mir für mich

Schon letzten Herbst habe ich mir einen Parka gewünscht. Natürlich hab ich gleich darüber nachgedacht, ob ich sowas nicht auch selbst nähen könnte. Irgendwie ist dann aber die Zeit so schnell vergangen, und die Temperaturen waren eher wintermanteltauglich. (Kurz hab ich natürlich auch darüber nachgedacht, dass ich doch einen Mantel nähen könnte - dann aber beschlossen, dass mein alter noch ein Jahr Gnadenfrist bekommt...). Aber jetzt ist's soweit:


Genäht hab ich den Parka "Fall Favourite" aus der Ottobre 5/2013. Ein paar kleine Änderungen hab ich vorgenommen, nämlich die Paspeltaschen vorne oben weggelassen und stattdessen einfach je ein "trenchcoatartiges Eck" aufgenäht - das hat eigentlich keine Funktion außer der, dass es "nicht so leer" aussieht. Bei den Taschen hab ich Knöpfe + Knopfloch angebracht anstelle von Klettverschluss - eigentlich wollte ich das auch bei der Windschutzleiste machen, hatte es schon gemacht, bin dann aber draufgekommen, dass ich die Knöpfe ja nirgendwo annähen kann, wenn darunter der Reißverschluss liegt... In der Kapuze sieht der Schnitt eigentlich einen Tunnelzug vor, damit man die Kapuze am Hinterkopf raffen kann; das fand ich eher merkwürdig und hab es weggelassen.

Den Schnitt gibt es übrigens nicht nur in Damengrößen, sondern auch in Kindergrößen (Ottobre 4/2013). Nach meinen bisherigen Erfahrungen, dass die Ottobre-Schnitte für mich eher groß ausfallen, habe ich lange überlegt, ob ich den Parka in einer großen Kindergröße (ich bin nur 165 cm groß, oft passt mir die Kindergröße 164) oder in der kleinsten Damengröße nähen soll.
Entschieden hab ich mich dann für die Damengröße, 34, denn dass der Parka zu klein wird, wollte ich dann doch nicht. (Ich hätte ja auch einfach mal den Schnitt vermessen können....)


Tja, und jetzt ist er ganz ein bisschen zu groß bzw. zu weit. Finde ich. Jedenfalls fühlt sich die Jacke beim Tragen so an - vielleicht gehört das aber auch so und ich muss mich noch daran gewöhnen?
Meine Mama würde ja jetzt sagen: "Dann kannst Du wenigstens noch einen dicken Pulli drunter anziehen." Tja, das hab ich auf den Fotos hier sogar, die übrigens letztes Wochenende beim Ausflug auf die Burgruine entstanden sind, und zwar diesen (und der ist wirklich dick).
In der Taille kann man den Parka mit einem Stoffband raffen - und ich habe ihn sehr gerafft. Dadurch sitzt er schon besser, finde ich. Auch bei den Ärmeln und Schultern kommt er mir noch etwas groß vor - aber ich kann damit leben! ;-) Ich fühle mich trotzdem wohl in meiner neuen Jacke!


Gefüttert ist der Parka übrigens mit einem sehr schönen hellblautürkisen Baumwoll-Tupfenstoff (ich weiß nicht mehr genau, wie der heißt, aber ich habe ihn hier gefunden). Der Außenstoff ist ein dunkelblauer Köper.

Ich muss zugeben, vor so einem "Großprojekt" hatte ich schon ein bisschen Respekt, aber letztendlich war das Nähen gar nicht soo schwer. Es dauert eben nur viel länger als "ein schnelles T-Shirt", und ich habe in vielen, vielen Häppchen gearbeitet. Die Anleitung in der Ottobre fand ich übrigens nur mäßig hilfreich. Vielleicht liegt das daran, dass ich gleich nach dem ersten Absatz entschieden habe, mich nicht daran zu halten, denn es wird vorgeschlagen, Außen- und Futterteile aufeinanderzuheften und gemeinsam zu vernähen. Warum, das hab ich nicht verstanden, meiner Meinung nach müssten doch so alle Nähte innen sichtbar sein?! Ich habe also Futter- und Außenjacke getrennt genäht und die beiden dann nach eigenem Gutdünken mit ein bisschen Probieren und ein bisschen Glück miteinander verbunden - hat geklappt! 

So, jetzt beende ich diesen langen Post aber lieber und schau beim MeMadeMittwoch vorbei, dort gibt es wieder jede Menge Frauen in selbstgenähter Kleidung zu bewundern!

Montag, 3. März 2014

Raubkatzen!


Mit einem Foto von meinen beiden wilden Katzen grüß ich Faschingsmuffel heute nur kurz in die Runde und statte Frl. Rohmilchs MyKidWears einen Besuch ab.

Ganz kurz zu den Kostümen: Das Töchterchen - seit es bei einem Tierparkbesuch im Sommer eine Gepardenfütterung gesehen hat, schwer von diesen Tieren beeindruckt - wollte sich als ebensolcher verkleiden. Also hab ich - zögernd aber doch - die von mir sonst gemiedene Abteilung im Stoffgeschäft, in der die wirklich grässlichen Stoffe lagern, aufgesucht und ein Fellimitat besorgt. (Ich glaube, eigentlich ist das eher das Muster eines Leopardenfells, aber wir wollen mal nicht so streng sein.) Das Kostüm selbst war dann schnell entworfen und - mit Tochterhilfe! - auch genäht, schließlich hab ich ja schon einmal ein Katzenkostüm genäht. Das passt jetzt (mehr oder weniger) schon dem kleinen Bruder, also durfte der sich auch verkleiden!

Sonntag, 2. März 2014

Frühlingslaunen-Teaser

Wollt Ihr wissen, woran ich gerade arbeite? Gut, in Wahrheit sind das ungefähr hunderttausend Projekte, mindestens :-) (zum Beispiel werden hier dringend Frühlings-Übergangsjacken gebraucht), aber besonders intensiv beschäftige ich mich momentan hiermit:


Ist der hellblaue Vögelchenstoff nicht der frühlingshafteste Stoff, den man sich denken kann? Meine Tochter hat sich jedenfalls ganz verliebt darin eingewickelt, als das Paket aus dem Stoffbüro hier angekommen ist. Klarerweise musste ich also etwas für sie daraus nähen - und zwar LISABETH.
Ich arbeite gerade sehr fleißig am geplanten E-Book. Bis alles passt, wird es sicher noch ein Weilchen dauern, aber ich freue mich, dass ich das Kleid für mein Mädchen heute fertig nähen konnte.


Das Jerseykleid LISA passt auch wie geplant darunter; so zusammen wirken die beiden Kleider ein bisschen nostalgisch, oder? Aber, wie meine Tochter sagt: "Mama, ich mag solche altmodischen Sachen." :-)
Natürlich lassen sich die Kleider aber auch bestens einzeln tragen. Wie auch immer, ich freu mich - gerade beim heutigen grauen Wetter - jedenfalls schon sehr darauf, mein Bullerbükind darin über die Wiese laufen zu sehen... :-)