Freitag, 31. Januar 2014

1 Jahr - 1 Decke: Januar


Ha!
Ich habe - endlich! - mal wieder ein paar Stofffitzelchen aneinander genäht!
Nagut, viele sind es nicht, aber immerhin hab ich wieder - ein bisschen - angefangen, an meiner Jahresdecke zu nähen. (Bloß, dass sie bis März fertig wird, kann ich mir nicht vorstellen...)

Die Beiträge aller, die sonst noch an einer Jahresdecke nähen, sammle ich (ab heute Abend) wieder auf Pinterest.

Ansonsten kann ich mich, was das Thema Patchwork betrifft, nur mit fremden Federn schmücken. Mit Klaudias, um genau zu sein. 


Erstens, weil ich bei ihr einen wunderschönen Kissenbezug gewonnen habe - auf dem Foto hier liegt das Kissen (das in der Mitte mit den Eulen!) noch auf unserer Couch, inzwischen hat es unsere Tochter in ihr Bett entführt...

Und zweitens, weil Klaudia so nett war, für heute einen ganz tollen Gastbeitrag vorzubereiten:

Ich freue mich, dass ich hier heute zu Besuch bin!

Steffis Resteprojekt Ein-Jahr-eine-Decke läuft nun schon fast ein Jahr - das heißt, wir sollten alle schon bald eine neue Decke in der Hand haben. Meine ist noch nicht fertig, aber ich bin zuversichtlich, dass das in zwei Monaten ganz anders ausschaut. Manchmal kommen mir kleine Ideen dazwischen, die sich dann unter der Nähmaschine vergrößern und zu etwas ganz Neuem werden. Zum Beispiel meine Idee, mich ernsthaft mit dem Quilten zu beschäftigen...

Meine Tochter wünschte sich zu Weihnachten unbedingt eine Nähmaschine und das Christkind brachte nicht nur das Gewünschte, sondern zufälligerweise auch noch einen Obertransportfuß und einen Stopffuß dazu. Na sowas - genau das wollte ich schon lange mal ausprobieren! So begann ich ein paar Reste zusammenzunähen, um Quiltversuche mit verschiedenen Techniken zu machen. Aber was machst du denn dann mit diesen kleinen gequilteten Flecken? fragte ich mich. So begann das Projekt zu wachsen.

Nachdem die Reste zusammengenäht waren, legte ich Volumenvlies und noch einen Stoff darunter und quiltete die geraden Linien mit dem Obertransportfuß. Und das funktioniert wirklich problemlos! Obwohl das Vlies ein bisschen dicker war, konnte ich die Lagen wie beim Nähen von zwei Stoffen miteinander verbinden. Wer also vorhat, öfter einen Quilt zu nähen, für den ist der Obertransportfuß auf jeden Fall eine gute Anschaffung.

Vor dem Freihandquilten hatte ich ordentlich Respekt. Aber nach dem Einsetzen des Stopffußes und dem Versenken des Transporteurs fing ich einfach mal mit Schlaufen an.
Ich freue mich, dass ich hier heute zu Besuch bin!



Das gleichmäßige Führen des Stoffes ist recht ungewohnt, die Stiche sind bei mir nicht immer regelmäßig geworden, aber HEY! Es war der erste Versuch! Bei jeder Farbe probierte ich ein anderes Muster aus:





Einfach sind fortlaufende Muster wie auf dem gelben oder dem blauen Quadrat. Bei unregelmäßigen Schlaufen oder dem Amöbenmuster kann´s passieren, dass man eine Ecke vergisst und dann kaum mehr einen Weg zurück in diese Ecke findet. Aber wahrscheinlich ist das einfach Übungssache.

Fazit aus der Probequilterei: Das macht Spaß - und mein Decke wird auf jeden Fall freihandgequiltet. Nicht nur, dass es schön ausschaut, die Nähte der vielen kleinen Reste sind somit viel besser gesichert. Mein Lieblingsmuster ist das auf dem roten Quadrat, ich werde nur darauf achten, dass es nicht so klein wie hier wird, damit die Decke Volumen behält.

Und das wurde dann aus den Resten:



Mein Lieblingseck ist der Wal, der im Blumenmeer unter bunten Regentropfen schwimmt.

Und der Vollständigkeit halber die Rückseite:


Und jetzt seid ihr dran: Wie weit seid ihr mit euren Decken? Ich bin schon sehr gespannt!

Montag, 27. Januar 2014

Apfelschuhe

Unser Kleiner hatte ja ganz tolle Lederpatscherln, die haben wie Drachen ausgesehen. (Hier sieht man sie ein bisschen). Die hatte schon seine Schwester getragen, und sie haben sich sehr gut bewährt. Allerdings war der junge Herr der Meinung, einen der Schuhe in der Waschmaschine verstecken zu müssen. Ahnungslos gebe ich Wäsche dazu - und etwas später war der Drache erlegt. (Tatsächlich hatte unser Sohn auch die Vorgängerpatscherln - diese ebenfalls von der Schwester geerbten Enten - einmal heimlich zur Wäsche gesteckt - Was er uns damit wohl sagen will?! - aber die haben es erstaunlicherweise ganz gut überlebt.)
Kurzum, die Drachenschuhe waren untragbar (und eine Garnitur Bettwäsche ist jetzt merkwürdig verfärbt).
 

Ich erinnerte mich gleich daran, dass ich Lederpatschen ja schon einmal selbst genäht hatte - und mir damals gedacht hatte:  Nie wieder! (Meine Nähmaschine und Leder sind keine wirklichen Freunde.) Allerdings, die Ballerina trägt meine Tochter täglich, sie passen wunderbar und sind noch immer erstaunlich schön geblieben. Und ich hatte noch Lederreste, die für Schuhe in Größe 22/23 ausreichend groß waren....
Also hab ich mir das (sehr empfehlenswerte) Puschen-E-Book von Klimperklein gekauft und mich doch noch mal ans Ledernähen gewagt!
Und ja, es war wieder furchtbar - fast alles musste ich nur mit dem Handrad nähen - und meine Maschine wollte nicht, trotz Ledernadeln und anderer Tricks, aaaaber:


Die Apfelpatscherln finde ich so schön!
Sie passen auch sehr gut - und ich werde ganz speziell darauf achten, dass sie nicht in der Waschmaschine landen....

Jetzt wandern die Apfelschuhe noch bei MyKidWears und bei Made4Boys vorbei, und ich wünsche Euch einen schönen Wochenbeginn!

Samstag, 25. Januar 2014

LISA - Wer will probenähen?

So, eigentlich ist schon wieder ganz schön viel Zeit vergangen, seitdem ich Euch in meine Pläne eingeweiht hatte. Aber: Das E-Book für das Jerseykleid LISA habe ich jetzt fast fertig.
Meine Tochter besitzt inzwischen schon ein paar Exemplare von LISA, am liebsten mag sie das Kleid aus dem petrolfarbenen Eichhörnchenstoff (vom Stoffbüro - ich glaube, er ist inzwischen ausverkauft, aber es gibt ihn noch in anderen tollen Farben!).


Für Euch vielleicht interessant ist: Ich suche ProbenäherInnen! Dazu gleich mehr, hier erst noch mal ein paar Bilder und Infos für Euch:

LISA ist vom Schnitt her relativ schlicht gehalten und hat sich - jedenfalls bei meiner Tochter - gerade deshalb als sehr alltagstauglich erwiesen. Das Kleid aus Jersey ist bequem und praktisch, und kann sowohl über Leggins und Strumpfhosen als auch schon mal über Jeans getragen werden. 

 Das Katzenkleid bekommt meine Tochter zum Geburtstag - daher ist es noch ein Geheimnis :-) - und ich konnte es gerade eben mal nur schnell bei schlechtem Licht fotografieren...

LISA beeinhaltet eine Variante mit langen Ärmeln und für den Sommer eine Variante mit kurzen Ärmelchen - die kann aber natürlich ebenso, zum Beispiel mit einem Langarmshirt drunter, bei kühleren Temperaturen getragen werden.
Vorne auf dem Kleid sind zwei Taschen aufgesetzt, die nach Lust und Laune auch seitlich versetzt werden können oder zum Beispiel mit einer Applikation geschmückt werden können.


Das Kleid ist relativ schnell genäht und sollte auch NähanfängerInnen keine Schwierigkeiten bereiten.  
Der Schnitt beinhaltet die Größen 86 - 140.

LISA eignet sich nur für dehnbare Materialien wie eben Jersey - zum Nähen brauchst Du aber nicht zwingend eine Overlockmaschine. Das E-Book enthält auch Tipps zum Nähen mit Jersey.


Wer sich fürs Probenähen interessiert, beachtet bitte Folgendes:

  • Melde Dich bis Mittwoch, 29.1.2014 per E-Mail (fabelwald@gmx.at oder herzekleid@gmx.at ) bei mir.
  • Sollten wir uns nicht schon durchs Bloggen kennen, gib mir doch bitte - wenn vorhanden - Deinen Blog, Deine Facebookseite oder ähnliches bekannt, damit ich mal sehen kann, was Du so machst. Vielleicht schreibst Du auch noch dazu, ob Du Dich eher als Nähanfängerin oder als eher fortgeschrittene Näherin einschätzt.
  • Bitte melde Dich nur, wenn Du verlässlich Zeit hast, bis spätestens Freitag, den 7. 2. 2014 ein Kleid zu nähen. (Klar kann immer mal was Unerwartetes dazwischen kommen, das ist dann auch kein Weltuntergang, aber in so einem Fall bitte ich wenigstens um eine Absage. Habe leider schon mehrmals erleben müssen, dass Leute sich das E-Book schicken lassen und sich dann nie wieder melden...)
  • Ich wünsche mir ausführliches Feedback und konstruktive Kritik vor allem zur Passform des Schnittes, zur Verständlichkeit der Anleitung, zum Aufbau des E-Books.
  • Für mich ist es egal, ob Du das Kleid für Dein eigenes Kind nähst, es kann auch Deine Nichte, Enkelin, Nachbarin, Patenkind, Tochter der Freundin usw. sein. Ganz wichtig ist aber, dass Du das Kleid dem Kind auf jeden Fall anprobieren kannst, und zwar nicht nur einmal, sondern, wenn ich zum Beispiel eine bestimmte Frage habe, auch immer wieder und relativ schnell. Wenn das Kind also zwei Autostunden von Dir entfernt wohnt, wäre das nicht so günstig...
  • Ich brauche mindestens ein Foto - gerne mehrere - mit einer Auflösung von mindestens 1050px Breite. Die Fotos sollten aussagekräftig und gut ausgeleuchtet sein, und ich darf sie für die Veröffentlichung im E-Book oder auf dem Blog verwenden. - Für mich persönlich wären neben Fotos vom fertigen Kleid auch Tragefotos, also Fotos vom Kleid am Kind, schön, auf Wunsch werden diese aber nicht veröffentlicht; Du kannst auch den Kopf des Kindes "abschneiden" oder das Gesicht verdecken oder Ähnliches, wenn Du das möchtest.
  • Bitte gib mir unbedingt auch an, in welcher Größe Du das Kleid nähen würdest und auch, ob Du eher die Langarm- oder die Kurzarmvariante bevorzugst.   


Ich freu mich schon sehr auf Eure Kleider!!!

Mittwoch, 22. Januar 2014

Ein Tag im Januar

Marias Blog kreativberg mag ich wirklich sehr sehr gerne. Wer den Blog noch nicht kennt, denn schicke ich gleich mal rüber - gerade Artikel wie der aktuellste sind besonders lesenswert!
Irgendwann letztes Jahr hat Maria begonnen, einmal im Monat einen ganz normalen Tag zu beschreiben - wer will, kann mitmachen. Diese - und eigentlich alle anderen Beiträge von Maria - lese ich immer sehr gerne; schon öfter wollte ich also auch mitmachen, hab es aber nie wirklich geschafft. Letzte Woche hab ich aber versucht, mir einen (zufällig gewählten Tag) mal genauer zu merken und auch Fotos zu machen. Ist eigentlich ganz spannend, mal drauf zu achten, was und wieviel man so den ganzen Tag lang macht, oder?!

Also, letzte Woche bei mir (oder eigentlich bei uns):

Zu einer objektiv gesehen gar nicht allzu frühmorgendlichen Stunde weckt mein Sohn mich auf. Für mich fühlt es sich aber an, als wäre es noch mitten in der Nacht. Mein Hals fühlt sich komisch an, und beim Versuch zu sprechen bringe ich nur ein klägliches Krächzen hervor. 
Mann und Tochter sind schon außer Haus. Also mache ich nur dem Söhnchen ein Frühstück und koche Kaffee für mich. Wie immer ist der Kleine viel schneller fertig als ich und wird bespielt, während ich noch an meiner Tasse nippe und ein bisschen herumtrödle.


Wir gehen schließlich ins Bad und machen uns "tagfein", was bis auf eine kleinen Zwischenfall - Kind pinkelt auf den Boden, Mutter wischt den Boden auf - ohne besondere Vorkommnisse vonstatten geht.

Jede Menge Hausarbeit steht an: Zum Glück habe ich einen kleinen Helfer, der mir inbrünstig beimGeschirrspüler Ausräumen, Wäsche aufhängen, Aufräumen und Kehren zur Hand geht.


Natürlich fordert er dazwischen immer wieder Pausen zum Spielen, Kuscheln und Buch anschauen ein. Ich wiederum fordere kurze Pausen ein, um mal schnell meine E-Mails zu lesen und den Nähtisch ein bisschen aufzuräumen - ich entdecke eine Tochterhose mit Loch am Knie und flicke sie schnell, während mein Sohn meinen Kalender und seine Hände über und über mit Fineliner ankritzelt.

Ich überlege, was es heute Abend zu essen geben soll und ob ich noch einkaufen muss. Ein Blick in den Kühlschrank und ich entscheide mich für Gemüsetarte. Gut, da sollte ich den Teig rechtzeitig vorbereiten. Sobald er merkt, dass ich Anstalten mache, zu kochen, schiebt sich mein Kleiner einen Stuhl an die Küchenarbeitsfläche und gibt mir zu verstehen, dass er bereit sei. Er kocht leidenschaftlich gerne!


Wir fabrizieren also einen Mürbteig - der fürchterlich klebt und sich rein gar nicht ausrollen lässt. Zu schmecken scheint er aber, der Kleine kostet jedenfalls ausgiebig. Mit vereinten Kräften bringen wir den Teig dann auch irgendwie in die Tarteform (ich) bzw. in die halbe Küche (Sohn), dann wandert er in den Kühlschrank. In Gedanken erweitere ich meine endlos lange To-Sew-Liste um eine Koch- und Backschürze für den Sohn.

Gut, aber jetzt ist es plötzlich schon so spät! Das Töchterchen wartet darauf, vom Kindergarten abgeholt zu werden. Wir ziehen uns also "schnell" an - jedenfalls ist das mein Plan. Der Kleine schleppt stattdessen die Playmobil-Kiste an und entleert sie mit einem ohrenbetäubenden Scheppern...

Draußen ist es grau und trüb, aber wenigstens hat es zu regnen aufgehört. Wir kommen rechtzeitig beim Kindergarten an, Fräulein Tochter ist aber etwas schlecht gelaunt.


Nach dem Mittagessen - wir jausnen Brot und Käse - soll der Kleine Mittagsschlaf halten. Er ist schon sehr müde, schläft aber trotzdem recht schwer ein. Als es endlich soweit ist, meint die Tochter, dass sie mir heute das Vorlesen (normalerweise machen wir das immer mittags, weil dann der kleine Bruder nicht stört) wegen meiner Stimme - ich bin noch immer sehr heiser - erlässt. Sie spielt mit dem vorher ausgestreuten (und normalerweise gar nicht so begehrten) Playmobil, während ich eher erfolglos versuche, mich einem Nähprojekt zu widmen.


Nach zwanzig Minuten oder so wacht der Kleine schon wieder auf - zu früh, finde ich, und kuschle mich noch einmal zu ihm. Er schläft wieder ein, aber nur unruhig und wird wach, sobald ich mich von ihm fortbewege. Also bleibe ich auch ein bisschen liegen - ich muss zu Pausen ja gezwungen werden.
Als er endgültig wach ist, kommt auch die große Schwester zu uns ins Bett, ich hoffe auf noch ein bisschen Kuscheln und Ruhe, aber nach etwa einer Minute sind die Kinder zu quirlig, und wir stehen auf.
Ein bisschen spielen die Kinder miteinander, aber nicht wirklich einträchtig, Geschrei und Streit werden immer lauter, also beschließe ich, dass wir spazieren gehen. Ein Mindestmaß an Auslauf brauchen die Kinder einfach.


Ein besonderer Ausflug ist aber nicht drin, also streunen wir ein bisschen durch die Nachbarschaft und landen dann doch wieder mal am Spielplatz.


Nach einiger Zeit wird mir kalt und ich fühle mich ein bisschen krank, also locke ich die Kinder mit dem Versprechen einer Nachmittagsjause nach Hause. Dort kochen wir dann heißen Tee (mit viel Honig für meinen Hals) und essen Äpfel, Birnen und Rosinen. Und Schokokekse, denn so gesund leben wir auch wieder nicht.
Pippi kommt auch zu Besuch. :-) (Ein paar Tage vorher haben wir die Kiste mit den Faschingskostümen hervorgekramt.)


Jetzt wird es Zeit, das Abendessen zu kochen und ich beginne, Gemüse für die Tarte zu schnippeln. Wie erwartet, habe ich eifrige Helfer und Vorkoster.


An der Wohnungstür ist Gescheppere zu hören - der Herzliebte kommt heim und wird stürmisch begrüßt. Das Töchterchen nimmt ihn sofort in Beschlag und wenig später sitzen Vater und Tochter auf der Couch - beim Vorlesen, denn ich konnte das heute Mittag ja nicht. Der Kleine möchte natürlich auch dabei sein und "stört". Ich versuche mein Bestes, ihn von den beiden fernzuhalten und nehme ihn wieder mit in die Küche.
Ein bisschen später ist die Tarte fertig - und schmeckt sehr gut.

Gleich nach dem Essen werden die Kinder in die Badewanne gesteckt. Heute wird sie beide der Herzliebste ins Bett bringen, denn ich muss noch mal weg: Elternabend ((nformationsabend) an der Schule, in die das Töchterchen ab Herbst gehen wird. Glücklicherweise ist die Schule gleich in der Nähe und der Elternabend auch ganz interessant.
Als ich nach Hause komme, ist schon Ruhe eingekehrt. Ich erzähle dem Herzliebsten von der Schule, dann setz ich mich noch ein bisschen an den Computer und richte ein Packerl her, das morgen zur Post gebracht werden soll. Es ist schon ziemlich spät, als ich schließlich ins Bett gehe und vor dem Einschlafen noch ein bisschen lese.


Und was bringen Eure Tag zur Zeit so?

Dienstag, 21. Januar 2014

Streifen, Löwen und die Bündchenfrage


Letztens ist mir beim Spaziergang aufgefallen, dass die Hose meines Sohns wirklich schon zu kurz ist und zu eng auch irgendwie. Er brauchte also Ersatz. Als erstes schaue ich immer mal bei den alten Sachen seiner Schwester nach, aber wir hatten nichts für Jahreszeit und Größe Passendes auf Lager. 
Also hab ich mir mal den "Da näh ich noch was draus"- Upcycling-Stapel geschnappt und nach etwas gesucht, das ich weiter verwerten konnte. So einfach war das gar nicht, für Größe 86/92 braucht man nämlich gar nicht mehr soo wenig Stoff, aber schließlich hab ich eine alte gestreifte Hose von mir gefunden. 
An einem Schnittmuster experimentiere ich noch ein bisschen herum, im Vergleich zum letzten Mal hab ich ein paar Änderungen zugefügt, und finde die Hose jetzt eigentlich schon sehr zufriedenstellend.


Unten an die Beine habe ich wieder Bündchen angenäht, weil das so praktisch ist süß aussieht. - Nein, jetzt mal ehrlich: Eigentlich sind die Bündchen wirklich praktisch, wenn man sie über die Schuhe zieht, das Problem ist nur, das die nie da bleiben. Bei meinen Kindern jedenfalls rutschen die Bündchen und somit die ganzen Hosenbeine gerne beim Gehen/Laufen/Bewegen nach oben. Das stört mich irgendwie. ... 
Vielleicht würden längere Bündchen besser funktionieren, mir kommt vor, bei dieser Hose zum Beispiel war das besser - allerdings ist das ja dann auch optisch eine andere Hosenart, mehr so eine Knickerbocker. Oder müssen die Bündchen weiter sein? Aber dann schmiegen sie sich ja nicht mehr so schön ums Bein!?
Was habt Ihr da für Erfahrungen gemacht?


Das Bündchenproblem lässt meinen Kleinen jedenfalls - zum Glück - völlig kalt. Er hat ja auch etwas viel Spannenderes zu tun: Große Begeisterung löst bei ihm...


... eine alte (kaputte) Computertastatur aus. Damit kann man einfach wunderbar spielen arbeiten! (Noch lieber greift er nur mir zwischen die Tasten, wenn ich etwas tippe....)


Ansatzweise ist auf den Fotos auch noch ein von mir genähtes T-Shirt zu sehen. Dunkelbraun mit Löwen-Armen (und einer wieder mal schief aufgenähten kleinen Brusttasche aus dem Löwenstoff) und erbsgrünen Bündchen. Das T-Shirt mag ich sehr gerne an meinem Sohn; ein bisschen sentimental macht es mich auch, hatte er doch aus dem Stoff auch mal ein ganz ganz winziges Leibchen...

Wie auch immer, ich starte jetzt meine Besuchsrunde und schaue vorbei beim Upcycling Dienstag, bei MyKidWears, beim Creadienstag und bei Made4Boys.

Mittwoch, 15. Januar 2014

MMM: Grün und Grau


Dieses Lieblingskleid hab ich schon vor Weihnachten genäht, seitdem ist es im Dauereinsatz. Ich mag nicht nur das Kleid sehr, sondern auch die Farbkombination hat es mir zur Zeit angetan.

Der Schnitt stammt aus der letzten Damen-Ottobre (Modell 1), mit leichten Änderungen:  Das Kleid, das eigentlich eine Tunika ist, hab ich eine Spur verlängert (dann aber wieder gekürzt - jetzt weiß ich gar nicht mehr, ob es überhaupt noch länger als ursprünglich ist) und an den Saum unten ein Bündchen angenäht. Aus den 3/4-Ärmeln hab ich lange Ärmeln gemacht und das Kleid etwas mehr tailliert. Anstelle der aufgesetzten Taschen hab ich seitlich welche eingefügt, die hätten vielleicht noch 2cm weiter nach oben rutschen dürfen.


Stoff: Campan-Streifenjersey, in wintergrün-anthrazit; Rippbündchen in Dunkelgrau
Schnitt: aus der Ottobre 5/13

Insgesamt bin ich sehr zufrieden und könnte mir weitere Exemplare des Kleids auch in anderen Farben und mit anderen Ärmellängen durchaus vorstellen.

Als wintertauglich hat sich das Kleid übrigens auch schon erwiesen. Mit warmer Strickjacke drüber (und drunter passt auch noch ein T-Shirt), zwei Strumpfhosenlagen und dem Jersey-Wenderock noch unter dem Kleid (ich mag es, wenn er ein bisschen hervorblitzt) lässt es sich schon aushalten...

Jetzt werd ich aber erst Mal nachsehen, was die anderen Damen heute beim MeMadeMittwoch zu präsentieren haben!

Samstag, 11. Januar 2014

Danke

Nur kurz, denn das möchte ich loswerden: Ich freue mich sehr über Eure vielen positiven und ermutigenden Kommentare zu meinen Plänen!
Ich bin auch schon fleißig am Werkeln, momentan hab ich das Jerseykleid in Arbeit und brauche hoffentlich bald Probenäherinnen.... :-)
Danke auch für Eure Anregungen bezüglich der Schnitte bzw. Größen - ich versuche mal, Euren Wünschen, so gut es geht, nachzukommen...
Einiges an Arbeit liegt natürlich noch vor mir, aber ich halte ich Euch auf dem Laufenden!

Habt alle noch ein schönes Wochenende!

Donnerstag, 9. Januar 2014

Wie es weitergehen soll

Jetzt ist es bald zwei Jahre her, dass ich meinen dawanda-Shop Fabelwald eröffnet habe.  
(Und vor bald drei Jahren hab ich zu bloggen begonnen - aus diesem Anlass soll es in der nächsten Zeit eine Überraschung bzw. ein kleines Geschenk für Euch geben, aber dazu ein anderes Mal mehr).
Angefangen habe ich, das gebe ich zu, sehr planlos, einfach mal so drauf los. Ein paar gute Ideen hatte ich wohl schon - die Kindertaschen, allen voran die Fuchstasche, ist ja recht gut angekommen. Bevor ich aber auch nur ansatzweise "in Schwung" kommen konnte, war erst mal alles andere wichtiger als der Shop.
Ich habe noch ein Baby bekommen (und ein größeres Kind, das mich braucht, habe ich ja auch noch), und überhaupt war das vergangene Jahr voller aufregender Ereignisse (Umzug, Hochzeit...)

Inzwischen bin ich also durch den Fabelwald weder reich noch berühmt geworden ;-), und, ganz ehrlich gesagt, ich hab mich schon manchmal gefragt, ob sich die ganze Mühe und die viele Arbeit auszahlen. 
Aber: Es lässt mich einfach nicht los!
Ich WILL das machen!
Ich habe etwas gefunden, das ich gut kann, und das ich wirklich wirklich gerne tue.

Aber ein Plan ist ja doch nicht schlecht.
Also hab ich nach langem Überlegen was denn für mich jetzt und in meiner momentanen Situation machbar ist, nach der Erkenntnis, was mir die meiste Freude macht (Produkte entwerfen, Ideen ausprobieren und umsetzen, Schnitte austüfteln und mit Variationen spielen), für mich entschieden, dass und wie ich weitermachen möchte.

In Zukunft soll es mehr E-Books mit Schnitten und Nähanleitungen im Fabelwald geben! Ende des letzten Jahres hab ich ja schon E-Books für eine Kindertasche und einen Rucksack geschrieben, jetzt soll es sich auch um Kinderkleidung drehen!
Ich freu mich richtig darauf und arbeite in jeder freien Minute an meinen Schnitten. Zur Zeit "kämpfe" ich noch ein bisschen mit Inkscape bzw. mit den Möglichkeiten, das, was ich am Papier (und an der Nähmaschine) kann, auch in digitale Form zu bringen... Aber es wird schon!

Wollt Ihr Konkreteres wissen?

Momentan arbeite ich ganz intensiv an einem bzw. zwei Kleiderschnitt/en.


  • Das Kleid "LISA" ist ein Jerseykleid, der Schnitt eher schlicht, aber dadurch passend für fast alle Gelegenheiten. Das Kleid soll es mit langen und mit kurzen Ärmeln geben; es hat aufgesetzte Taschen, die verschieden angeordnet werden können. Das Kleid kann "pur" getragen werden, aber auch mit Strumpfhose oder Leggins oder über Jeans. Meine Tochter (die muss als Versuchskaninchen für die Probemodelle herhalten) hat schon mehrere Exemplare, die sie liebt, und die sich im Alltag gut bewähren. (Das Kleid aus dem Eichhörnchenstoff ist ihr Favorit - das zeig ich Euch aber ein anderes Mal genauer.)
 
 
  • "LISABETH" ist ein kurzärmeliges Kleid für den Frühling oder Sommer und wird aus Webware genäht. Der Schnitt ist etwas verspielter - hier und da gibt es ein paar Kräuselungen, im Rücken eine Knopfleiste, von außen nicht sichtbare Nahttaschen - kommt aber trotzdem ohne großen "Schnickschnack" aus. Das Kleid ist eher weiter geschnitten und bleibt somit bequem und ist auch zum Spielen und Toben bestens geeignet. Außerdem ist so ein Kleidchen doch die Gelegenheit, endlich mal einen der vielen wunderschön bedruckten Webstoffe zu vernähen - andererseits stelle ich es mir auch sehr schlicht-schön vor ganz einfärbig, zum Beispiel aus Leinen...
Übrigens, nicht dass Ihr denkt, ich wäre besonders einfallslos bei der (vorläufigen) Namensgebung, die beiden Kleider habe ich übrigens extra so konzipiert, dass sie zueinander passen, also auch übereinander getragen werden können - so können sie das ganze Jahr über "im Einsatz" bleiben und die Trage- und Kombinationsmöglichkeiten sind noch größer.

Ich finde es überhaupt wichtig, dass Kleidungsstücke vielfältig einsetzbar sind. Deshalb bemühe ich mich, Schnitte zu machen, die leicht abwandelbar und in vielen Variationen zu nähen sind. Für meine eigenen Kinder hab ich mir Grundschnitte gemacht, die ich immer wieder verwende - alle Hosen haben schließlich Gemeinsamkeiten und alle T-Shirts auch. Durch kleine Änderungen kann aber ein Schnitt plötzlich zahllose Gesichter haben, und wenn man dann noch die vielfältige Wirkung unterschiedlicher Stoffe bedenkt...
Also, langer Rede, kurzer Sinn: Was haltet Ihr von E-Books zu den Themen:
  • T-Shirt-Basics: Ein (eher körpernaher) Grundschnitt, aus dem durch verschiedene Ärmelformen, durch unterschiedliche Lösungen für die Saumabschlüsse, durch Passen und Teilungsnähte usw. immer wieder ganz andere T-Shirts entstehen können. Die einzelnen Schnittteile können nach Belieben kombiniert werden - das alles (hoffentlich :-)) so erklärt, dass auch Anfänger, die vielleicht noch nie ein T-Shirt genäht haben, zu einem tollen Ergebnis kommen.
  • Ebenso kann ich mir gut einen Hosenschnitt vorstellen, dessen Grundform durch verschiedene Beinabschlüsse bzw. Beinlängen und durch verschiedene und beliebig kombinierbare Taschenformen immer wieder anders genäht werden kann. 

 
  • Eine "kompliziertere" Hose würde mich aber auch sehr reizen, nämlich eine Latzhose. Latzhosen liebe ich an kleinen Kindern einfach, und schon als meine Tochter klein war hatte ich mal einen (aus heutiger Sicht ausbaufähigen) Schnitt gemacht. Jetzt ist mein Sohn im Latzhosenalter und ich möchte mich noch einmal genauer mit dem Thema auseinandersetzen. 


  • Ach, und einen ganz tollen Mädchenrock hätte ich auch noch in Planung. Erinnert Ihr Euch an den Jeansrock meiner Tochter? Sowas in der Art würde mir wirklich gefallen - und ich hab schon ganz viele Ideen, wie man den Rock, wenn man denn möchte, an der Saumkante mit verschiedenen Applikationen verzieren könnte...

Ihr seht, meine Liste (und das ist nur ein Ausschnitt davon...) ist lang. Ich weiß, dass ich momentan - denn das hier ist ja "nur" mein Hobby und nicht mein Hauptberuf - nur langsam und in Häppchen arbeiten kann, aber ich mache es mit Begeisterung! Wenn sich die irgendwie auch auf andere übertragen würde, würd mich das ehrlich freuen!
Ich frag Euch also - und freue mich über ehrliche Antworten:
Was sagt Ihr zu meinen Plänen? Braucht die Nähwelt überhaupt noch E-Books?
Habt Ihr spezielle Wünsche? Womit soll ich anfangen? Welcher Schnitt interessiert Euch besonders?



Mittwoch, 8. Januar 2014

Das grüne Fuchskleid


Ich weiß gar nicht, wie lange ich dieses Kleid schon hier zeigen wollte.
Nachdem ich es schon im August (glaub ich) zugeschnitten hatte und es dann irgendwann im Oktober (vermutlich) genäht habe, trägt es meine Tochter nämlich wirklich oft. Ein Tragefoto konnte ich irgendwie aber doch nie machen - mal hatte ich keine Kamera griffbereit, dann war das Licht zu schlecht, dann hatte das Kind schlicht und einfach keine Lust, fotografiert zu werden. Aber, viel besser: Meine Tochter hat sich selbst im grünen Fuchskleid (aus dem Stoff hat sie übrigens auch eine Mütze) zeichnerisch verewigt!

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Schnitt: "Princess Castle", Ottobre 4/13
Stoff: von Lillestoff
verlinkt bei: Meitlisachen

Ja, der Stoff - den hat sich das Töchterlein selbst ausgesucht - das war Liebe auf den ersten Blick. Zuerst war ich ein bisschen skeptisch, weil ich das Muster doch etwas quirlig finde, so für ein ganzes Kleid (weshalb ich auch auf rote Kontraste bei den Bündchen verzichtet habe, sondern ein altes dunkelgrünes T-Shirt upgecycelt habe). Aber so als Gesamtergebnis, und vor allem an einem glücklichen kleinen Mädchen (das sich ja schließlich auch pinke Einhörner oder sowas hätte wünschen können, ich will mich also gar nicht beschweren), bin ich durchaus zufrieden!

Was meint Ihr?
Und lasst Ihr Eure Kinder die Stoffe auch (manchmal) selbst aussuchen? Ich lasse die Tochter (der Sohn ist noch zu klein) schon meistens selbst entscheiden bzw. hole ich mir vorher ihr "OK" ein, gebe aber zu, ihr - ganz gemein - oftmals nur eine Auswahl an Stoffen zu präsentieren, aus der sie dann auswählen darf.... :-)

Samstag, 4. Januar 2014

Brottiere - und eine kleine Vorschau


Ich hatte gerade einen Brotteig angerührt und ihn zum Ruhen in eine Schüssel gegeben, als ich diesen großartigen Brotbarsch entdeckt hatte.
Ich konnte dann beim Formen meines Brotes einfach nicht anders, als auch Fische zu machen - viele kleine Fischweckerln. Die sind bei weitem nicht so hübsch und aufwändig wie der Brotfisch von Ulma, aber es musste schnell gehen bei mir, zumal mein Sohn, der mir beim Kneten wie immer "geholfen" hat, mit Vorliebe alles, was ich fertig habe, wieder auseinandernimmt oder den Fußboden mit Sonneblumenkernen garniert (die Rosinen wandern lieber in seinen Mund)... :-)


Meine Tochter wollte dann unbedingt noch ein eigenes Brot formen - ein Katzenbrot!


Hat alles ganz köstlich geschmeckt!


Übrigens, das Kleid bzw. eigentlich die Kleider, die meine Tochter da trägt, hab ich genäht. Und diese ausschnitthaften Bilder dürft Ihr durchaus als sogenannten "Teaser" verstehen. ;-) 
Aber mehr dann zu diesem Thema, sobald ich mich vertrauter gemacht habe mit dem Digitalisieren von Schnitten....


P.S.: Viele Grüße und vielen Dank an Kerstin, eine Blogleserin, die mir ganz überraschend ein Packerl geschickt hat - hab mich sehr gefreut!

Freitag, 3. Januar 2014

Coolness....

.... ist nicht wirklich mein Spezialgebiet.

Insofern war es gar nicht so leicht, für meinen doch recht coolen, fast neunjährigen Neffen ein Geschenk zu nähen. 
Ich hatte nämlich beschlossen, Nichte und Neffe dieses Jahr mit selbstgenähten T-Shirts zu beglücken (Meinen eigenen Kindern kann ich zu Weihnachten nichts Selbstgenähtes schenken - meine Tochter würde sofort erkennen, dass ich das gemacht habe. Da sie aber noch ans Christkind glaubt (und es nur ein Geschenk von unserer Seite geben soll), würden so alle Geheimnisse auffliegen....).

Schließlich hab ich für den jungen Herren ein blau-grün gestreiftes Leiberl mit grauen Bündchen und - ganz wichtig! - einem applizierten Fußballer genäht.

  
Schnitt: "Linear" aus der Ottobre 4/13
Stoffe: Streifenjersey, graues Bündchen ; Applikation aus einem alten T-Shirt


Die Applikation hab ich nicht selbst gezeichnet, sondern nach "Fußballer + Shilouette" gegoogelt und ein passendes Ergebnis auf die richtige Größe gebracht, ausgedruckt und dann auf Vliesofix abgepaust, aufgebügelt... usw. Man kann sichs ja (für den einmaligen Privatgebrauch) schließlich auch mal leicht machen! :-)



Für meine Nichte hab ich einen Rest von einem meiner Lieblingsjerseys (ich habe ein ganzes Kleid daraus) mit petrolfarbigem Jersey und petrolfarbigem Bündchen kombiniert - der Schnitt ist meiner; praktischerweise hat die junge Dame dieselbe Größe und Statur wie meine Tochter.
Da, wenn der große Bruder eine Applikation auf dem T-Shirt hat, natürlich auch das der kleinen Schwester eine haben muss, hab ich das Motiv aus dem Blumenjersey einfach noch einmal aufgegriffen - gefällt mir!

Schnitt: von mir
Stoffe: Bloomies und Uni-Jersey Petrol von Lillestoff

Gefallen haben die T-Shirts zum Glück auch den Beschenkten!
Jetzt schicke ich sie noch zu MadeforBoys und Meitlisache.